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zu scheiden, sehr zu billigen, und es ist in dieser Beziehung auchschon manches geleistet worden.
Es war natürlich, daß inan dabei nicht bloß auf den Ge-danken kam, die Stoffe der herkömmlichen Lehrgegenstände zuvereinfachen, sondern auch diese selbst darauf anzusehen, ob siewirklich zum Volksschulunterricht gehörten, und nicht etwa als unbe-rechtigte Eindringlinge anzusehen und wieder hinauszuwerfen seien.
Eine solche Untersuchung ist immer nützlich.
Feste, gleiche Normen für alle Volksschulen dürften davonaber nicht erwartet werden. Denn dieselben sind bekanntlich sehrverschieden. Es war aber in der That schon nichts Unbedeuten-des erreicht, wenn man die wesentlichsten und unentbehrlichstenGegenstände für jede, also auch für die ärmste und beschränktesteVolksschule feststellte.
Wie weit man in dieser Beziehung gegangen ist, zeigt einkurhessischer Lehrplan, der für jede Volksschule nichts inehr alsReligion, Lesen, Rechnen und Singen vorschreibt. Schreibenund Realkenntnisse sind für nützliche, aber nicht für notwendigeGegenstände erklärt worden; alles übrige ist ganz in den Winkelgeschoben oder gänzlich verbannt.
Wenn wir auch das Äußerste zugebeu wollen, weil in derThat hier und da noch die beengendsten Schulverhältnisse ob-walten, so können wir doch jenes Minimum nicht billigen, müssennicht bloß um ihrer bildenden Kraft, sondern auch um derLebensverhältnisse willen mehr verlangen, können es auch nichtgut heißen, daß sämtliche Volksschulen einer Provinz so stief-mütterlich bedacht werden, und daß man nicht auf Maßregelnsinnt, um jeden: Kinde diejenige Bildung anzueignen, welche zurmenschlichen gehört.
Wer nicht schreiben kann, kann auch keinen Aufsatz, keinenBrief, nicht einmal eine Rechnung schreiben und sie wahrscheinlichauch nicht lesen.
Wer nichts von äußeren Formen und Gestalten gehört hat,kann nicht recht sehen und nicht messen.
Wer nicht zeichnen kann, kann nichts Körperliches darstellen,nichts derart veranschaulichen.
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