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theoretisch und allgemein vermag, man lernen kann, was inanan und in der deutschen Jugend zu pflegen hat.
In Luther tritt uns entgegen der Mut gegen menschlicheAutorität, die Gemütskraft, die religiöse Tiefe und männlicheSelbständigkeit;
in Geliert die deutsche Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit;in Friedrich dem Großei: (er war trotz seiner -— er-klärbaren -— Vorliebe für französische Sprache und Litteraturein deutscher Mann) der deutsche Heldenmut, die unüberwindlicheStandhaftigkeit und Selbstbeherrschung, und die Unterordnungunter Gesetz und Recht;
in Lessing der deutsche Scharfsinn;in Kant der deutsche Tiefsiun;in Fichte der deutsche Nationalsinn;in Schiller der deutsche Zug nach dem Idealen, der idealeSinn;
in Goethe der deutsche Zug nach dem Universalen, derUniversalsinn;
in Jahn und Arndt die deutsche Volkstümlichkeit;in dem Freiherrn von Stein die deutsche Cha-rakterstärke, Nummer eins. An diesem einzigen Manne hatman ein treues Charakterbild deutscher Natur.
Von dein pädagogischen Gebiete sei es erlaubt, ihnen zweiMänner zuzugesellen, in welchen sich die deutsche Eigentümlichkeitder Vertiefung in die Natur der Kürdesseele und in Erziehungs-und Bildungsangelegenheiten repräsentiert: Heinrich Pesta-lozzi und Friedrich Fröbel.
Wer sie kennt, kennt deutsche Pädagogen. Die ganze übrigeWelt hat nicht ihresgleichen. Das deutsche Volk ist ein päda-gogisches Volk, weil es ein in der Innerlichkeit lebendes Volkist. Die deutsche Regierungskunst, die deutsche Politik mußdaher zu einer volkstümlichen Erziehungskunst, zurdeutschen Nationalpädagogik, nicht in engscholastischem,sondern in universalem Sinne, sich erheben.