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Dieses Bewußtsein und Lebeusgefühl hebt ihm die Brust, er iststolz darauf und mit Recht. Er fühlt sich als Person und machtsie überall geltend. Er ist der Repräsentant des Prinzips per-sönlicher Freiheit. —
Ganz anders der Franzose, er ist das Gegenstück des Eng-länders, zwischen beiden herrscht dadurch eine natürliche Antipathie,die nur durch den Fortschritt der Zivilisation gemildert wird;der Engländer ist ein Germane, das französische Volk ist romani-schen Ursprungs und sein Charakter ist der der romanischen Völker.
Das Wesen desselben besteht in der Abhängigkeit von demStaate. Der Romane und folglich der Franzose ist alles imStaate, er ist nichts ohne den Staat — eine Folge geschichtlichmächtiger Verhältnisse.
Zwar strebt der Romane, weil er Mensch ist — in der per-sönlichen Freiheit besteht, wie wir gesehen haben, die Wesenheitdes Menschseins — auch nach dem Besitz der individuellen Frei-heit, aber er hat ihn nicht erreicht. Während der verflossenensechzig Jahre der französischen Revolution ist Frankreich höchstensein paar Jahre sein eigner Herr gewesen; vorher und nachher istes von dem Absolutismus und Despotismus seiner Herrscher, so-wohl zu Zeiten der Republik als zu denen des Kaiser- und König-und nun wieder des Kaisertums, geknechtet worden. Die Regierungs-gewalt liegt nach wie vor in der Spitze, von wo aus bis in dieDetails der kleinsten Dorfwirtschaft hinein regiert lind verfügtwird. Frankreich und England sind höchste Gegensätze, weil dortdas romanische (Staats-), hier das germanische Prinzip dominiert.Dort Zentralisation, hier Dezentralisation;dort Reqierungsmechanismus, 1
dort Absolutismus, hier Organismus;dort Oktroyierung der Gesetze, hier Volkswille;dort Uniformität,
Conformität,dort Gleichmacherei, hier Verschiedenheit;dort Verwischung provinzieller Verschiedenheiten, hier Stamm-unterschiede;
dort Katholizismus, hier Protestantismus;
ütät' I M">"ügfaltigkeit der Weisen;