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Jenes wäre eine einzelne Schmach, dieses wäre eine geschicht-liche Anomalie und eine allgemeine Schande. Sie wird nichtüber den Lehrerstand kommen.
Daß viele Lehrer und nicht selten und sonderbar (?) geradediejenigen, welche 1848 den Mund am weitesten austhaten, dasStreben nach persönlicher Fortbildung und nach der gemeinsamenEntwickelung der Schul- und Lehrerinteressen darangegeben haben— diese Thatsache ist nicht zu bestreiten, und wir dürfen dasAuge nicht vor ihr verschließen. Wir dürfen, wir müssen sicoffen tadeln. Wie ihnen 48 .die Mäßigung fehlte, so fehlt sieihnen auch jetzt. Die mit Energie, aber nicht ohne Mäßigung,vor 48 die Sache der Schule vertraten, eben dieselben stehennoch auf den: Plane, nach wie vor mit Konsequenz, abermals nichtohne Mäßigung. Diese Eigenschaft fehlt nie der wahren Kraft; siemacht sie anhaltend und dauernd. Und darum rufen wir jetztdie in ihrer Verzagtheit lind in ihrem Mißtrauen gegen den Geistdes Volkes unmäßigen Lehrer zur Mäßigung und zu neuem Ver-trauen, zuerst zu sich selbst, demnächst zum Geist der Zeit uudspeziell zum Allschluß an die Vereine der Lehrer und zur Unter-stützung derer, voll welchen eine belebende Kraft ausgeht, auf.Es geschieht in ihrem eigenen, wie im Interesse der Sache. Wersich aufgiebt, der wird aufgegeben; wer seine Sache verläßt,dem kehrt auch sie den Rücken. Der einzelne Lehrer steht schwachda, er wird im allgemeinen weder von der Achtung der Welt,noch von festem Besitz- und Eigentum getragen, ihr wißt dasbesser als ich, ihr wißt darum, wo seine Stärke nicht zu suchenist. Aber ich weiß auch, wo seine Stärke zu findeil ist — derfür sich Ohnmächtige wird mächtig durch Anschluß an andere,die nicht ohnmächtig sind.
Was ist demnach zu thun? Das ist überall die Hauptfrage,die aber hier fast keiner Antwort mehr bedarf. Aber ich mußes doch mit zwei Worten sagen.
Benutzet jede Gelegenheit zu eurer Fortbildung, schöpfetaus den pädagogischen Lebensquellen!
Zu den letzteren rechne ich die pädagogischen Blätter, Zeit-schriften, Zeitungeil, Journale.
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