144
Luther — sein Sendschreiben an die Bürger- und Rats-herren deutscher Städte (1524), seine erfolgreiche Schnl-visitation im Kurfürstentum Sachsen (1527), sein Unterrichtder Visitatoren für die Pfarrherren (1530), sein Sermonüber die Pflicht, die Kinder zur Schule zu schicken u. s. w.
Melanchthon und Bugenhagen, seine Helfer;
Wolsgang Ratich, 1571—1635;
Amos Comenius, 1592—1671;
Spener, 1635—1705 und A. H. Franke, 1673—1727;
der Engländer Locke, 1632—1704 („Gedanken über die Er-ziehung der Kinder");
der (Schweizer-)Franzose I. I. Rousseau, 1712—1778;
der Domherr von Nochow, 1735—1805;
Basedow und die Philanthropen (Campe, Salz mann rc.)im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts bis in den Anfangdes 19ten.
Heinrich Pestalozzi, 1746—1827.
Dieses sind unsere Hauptsterne am pädagogischen Himmel,nnter welchen der Stern Pestalozzi den Glanz ganzer Stern-bilder überstrahlt. Wie viele einzelne wären außerdem noch zunennen, von Valentin Jkelsamer 1520 an bis zu Fried-rich Fröbel 1852! Der Genius der deutschen Pädagogik wirdihre Zahl vermehren, und wenn einer untergeht, einen zweitenund dritten am Horizonte heraufführen! —
Friedrich Fröbel, 1782—1852!
Pestalozzi suchte nach Mitteln zur Entwickelung derGrnndanlagen des Menschen, welche er von zwei Seiten auf-faßte, nämlich von der theoretischen und praktischen. Der Menschist ein erkennendes und ein schaffendes Wesen. Für die Ent-wickelung der Erkenntnis erfand Pestalozzi sein ABC der An-schauung, auf welches er feine Elementarmittel der Zahl,Form und Sprache gründete. Für die Thatkraft suchte ersein Leben lang nach einem ABC der Kunstbildung undpraktischen Fertigkeiten. Darin war er weniger glücklich,und dieses zu leisten für das erste Lebensstadium des Kindes,dazu ist Fr. Fröbel berufen gewesen.