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arbeitung des Innern Menschen, durch schaffende Thätigkeit(bete, denke und arbeite!);
11) Nationalschulen — keine Trennung der Kinder nachStänden und Konfessionen (keine luthersche, keine evan-gelische, keine katholische Pädagogik);
12) Erziehung zur Gesetzlichkeit in strenger Zucht, Gehorsamund Pietät; (Schlaffheit erzeugt keine Charaktere; mir ver-langen von der Erziehung Charaktere in individueller Aus-prägung — von abstraktem Wesen ist also keine Rede —,Individualität und Charakter!).
Summa: Abhängigkeit, Unmündigkeit, Zwang im Denke»und laxe Erziehung — das ist trotz alledem noch vielfach diepädagogische Weisheit dieser Zeit, d. h. die verkehrte Welt-ordnung, die nimmermehr Männer erzieht. Die richtigeOrdnung ist Selbständigkeit und Freiheit in: Denken in Ver-bindung mit strenger Unterordnung unter das Gesetz. So bildetman sich-selbst-beherrschende Charaktere — eine Wahrheit, welchedie Welt nicht mehr oder vielmehr noch nicht versteht. DieAlten bildeten charakterfeste Menschen durch strenge Zucht, ob-gleich sie von Entwickelung des Geistes wenig verstanden. Beweisgenug, daß die Zucht die Hauptsache ist. Aber die ist unter derVerbildung der Zeit in die Brüche gegangen, und — der zweiteFaktor der Bildung wird erst hier und da angetroffen. Erstdann werden wir ein anderes Geschlecht erziehen, wenn beideFaktoren in gleicher Stärke angewandt werden. Dazu ist unterder gegenwärtigen Konstellation keine Aussicht vorhanden. Esmuß wieder ein Donnerwetter die Menschen zum Ernste stimmenund erschüttern. —
Werfen wir nach dieser Aufstellung der Prinzipien, welchennach meinem Bedrucken die Schule der Gegenwart und Zukunftzu unterstellen ist, noch einen flüchtigen Blick auf die Geschichtedes Schulwesens der letzten drei Jahrhunderte, so denken wirmit Erhebung der Männer, welche uns in rüstigem Streben fürdie Entwickelung desselben vorangegangen sind; wir werden da-durch in dem Vertrauen zur fortgesetzten Entwickelung der Sache,welcher wir unser Leben gewidmet haben, ermutigt!