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endlich nach Erkenntnis seiner Irrfahrten und seines verfehltenLebens in Verzweiflung zu Grunde ging. Nach ihrer Meinungist auch das, was er geschaffen hat, bereits antiquiert, höchstensim ABC-Unterricht zu gebrauchen. Diese Personen sind alsobei Pestalozzi noch nicht einmal angekommen.
Drittens gehören zu den Gegnern der modernen Schule,die bekanntlich nicht von der Kirche ausgegangen, die sich viel-mehr im Gegensätze zu ihr entwickelt hat, überhaupt alle die-jenigen, welche in den: Festhalten des Bestehenden und Alther-gebrachten, in dem sogenannten Positiven in Offenbarung undGeschichte, das Heil der Welt erblicken und aus den „Neuerungen"das Zeitverderben ableiten. Gegen das Prinzip der Anschauung,das Selbstsehen, Selbstbeobachten, Selbsterfahren möchten sieauch zwar wohl gern offen ankämpfen; aber sie fühlen es, daßes nicht mehr geht. Sie leben in abstrakten Regionen, fürchtensich daher vor den Resultaten, die entstehen müssen, wenn dieMenschen anfangen, selbst zu sehen, selbst zu denken, und wenndie Kinder dazu sogar angeleitet werden sollen. Eine moderneElementarschule ist ihnen daher ein Herd revolutionärer Ge-sinnung und Richtung; ein Elementarlehrer ist, auch wenn eres, wie sie gnädig zugeben, ans seinem beschränkten Horizontenicht einsehen sollte, prinzipiell ein Revolutionär *. Nach HerrnStahl ist der Rationalismus die Revolution, und die modernePädagogik ist eine Geburt des Rationalismus. Nach ihnen ver-nichtet das subjektive Prinzip derselben alle Objektivität in derWelt, in der Kirche, wie im Staate, setzt das Belieben deseinzelnen Menschen auf den Thron, und statt Gott im Himmelzu verehren, wird der subjektive Mensch sein eigner Götze.
Solche Schreckbilder gaukelt man, wie wir wissen, denMachthabern der Welt vor, alle Tage, zu jeder Stunde, in allenTonarten und Weisen.
Wir sehen nicht, daß die Menschheit vor den Popanzen, dieman aufstellt, erschrickt, sie setzt ihren Gang fort — die Schuleauch. Wer das Wesen der Menschennatur und das tiefste Be-
* Zur Veranschaulichung denke man an das Anathema, das über dieErziehungsweise Fr. Fröbels gesprochen worden.