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Augenmerk wurde der Schüler, das Subjekt; die psychologisch-subjektive Methode kam auf, und mit ihr:
2. das formale Prinzip,
d. h. der Gedanke der Anregung, Entwickelung und Entfaltungaller Geisteskräfte des Zöglings.
Die alten Lehrer wollten Kenntnisse und Fertigkeiten Mit-teilen und beibringen; die „Neuerer" den Geist nähren undstärken. Gegen diesen Zweck trat die Berücksichtigung des Stoffes,das eigentliche Lernen, in den Hintergrund, wurde oft — wiedas zu gehen pflegt, bis zum Extrem vernachlässigt. Die Ein-führer der formalen Verstaudesübungen waren schon auf dem-selben Wege; Pestalozzi aber führte erst das Prinzip durch.Er war zwar auch so klug wie Mager, Hasenpfeffer nicht eherzu machen, als bis er einen Hasen hatte, d. h. auch er übte dieKräfte der Schüler au Stoffen — an irgend etwas muß dochdie Übung vollzogen werden —, aber der Stoff selbst blieb ihmNebensache. Das formale Prinzip (der Schrecken und mitunterauch das Gespenst der „Positiven") ist seitdem, im Gegensätzegegen das materiale, das herrschende in der Schule der „Neuerer".Dadurch nun, daß Pestalozzi fragte, in welcher Weise dermenschliche Geist zu wirklichen Kenntnissen und Einsichten gelange,kam er auf:
3. das Prinzip der Anschauung.
Nicht, daß er dasselbe erfunden hätte, schon Jahrhundertevor ihm sprach man davon, mau stellte es in deutlichen Wortenauf; aber sein Verdienst war und ist, daß er es durch führte,daß er es zum herrschenden praktischen Prinzip des Unterrichtsmachte. Es giebt keine lebendige, wahre Erkenntnis als die,welche aus unmittelbaren Anschauungen entwickelt ist oder welchedarauf zurückgeführt werden kann. Aller Elementarunterrichtmuß daher nicht bloß nachträglich mit Anschauungen verbundenwerden, sondern er muß damit beginnen und von ihnen aus-gehen. Ja, wir gehen seitdem weiter und sagen: jeder bildendeUnterricht, nicht bloß der elementarische, sondern auch der wissen-schaftliche, der philosophische, hat die erforderlichen Anschauungen