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Fachmensch, wenn man es anders recht versteht. Das wird erin einer allgemeinen Bildnngsanstalt, und dieses ist
1) der erste und Hauptgrund, warum ich will, daß der Semi-narist aus dem Schüler einer Realschule erwachse.
2) Die Realschule bildet Bürger, gebildete Bürger; der Lehrersoll ein solcher sein, seine Bildung soll in allgemeinerBildung der der gebildetsten Bürger gleichstehen, in Fach-bildung dagegen soll es ihm keiner gleich thun. Ich unter-scheide nicht Stadt- und Landschullehrer, auf dem Landewohnen auch bildungsfähige und wahrlich auch bildungs-bedürftige Menschen, und der Landschullehrer hat einetiefere, brennendere und treibendere Bildung nötig, als derStadtschullehrer; denn wer treibt jenen, wenn er sich nichtselbst treibt, wenn das Bildungsgewissen und Bedürfnisihn nicht treiben. Unterscheidet mau etwa auch die Bildungzum Stadtpfarrer von der zum Landpastor?
3) In der Realschule sitzen Knaben ans allen Ständen bei-sammen; jeder lebt also unter einer gemischten kleinenBürgerschaft, was jedem die Kenntnis des bürgerlichenLebens, der bürgerlichen Zustände seiner Zeit verschafft undihm den bürgerlichen Gemeinsinn einflößt.
Dieses sind die Hauptgründe, ich könnte sie noch vermehren,aber cs ist mit ihnen genug, es wäre mit den: ersten genug. Inder Regel hat man auch bei einem Entschlüsse oder Urteile einenHauptgrund. Auf die anderen läßt man sich nur ein, wennWiderspruch erhoben und Nebeugründe geltend gemacht werden.
Einwendungen:
1) „Die künftigen Schullehrer könnten in der Regel erst wegenihrer Armut mit dein 14. Jahre in die Realschule treten,dieselbe verlange aber l Ojährige."
Das letzte ist nicht überall wahr, ist auch gar nicht nötig,eine gute Elementarschule ist gute Vorschule für die Realschule,und wenn durch die Realschule ganz arme Knaben von dem Er-greifen des Schulfaches abgehalten würden (dazu gebornewerden sich schon durchfechten, wie überall), so wäre das wahrlichso übel nicht. Die Armut drückt und knickt Geist und Herz,