IX.
Die Realschule als Vorschule für dasSchullehrer-Seminar.
Meine Gründe für die Vorbildung der Seminaristen durchdie Real- oder höheren Bürgerschulen stelle ich hier zusammen,aber ich muß zuvor zweierlei sagen:
1) ich setze gute Realschulen voraus, nicht Stümperei, etwaeine oder zwei auf eine Volksschule beliebig aufgesetzteKlassen, sondern Anstalten von solchem Werte, wie wirderen in Deuschland bereits besitzen;
2) ich verwerfe alle direkten Vorbereitungsanstalten für dieSeminare, alle Vorseminare, sowohl die, welche mit den:betr. Seminare verbunden sind, als die es nicht sind.
Durch sie wird der junge Mensch in einem Alter von15—16 Jahren, in welchem er kaum an einen künftigen Berusdenken sollte, schon tagtäglich an diesen Beruf erinnert, es wirdalles aus dieses künftige Sein berechnet, er wird zum Schul-lehrer präpariert; die Anstalt ist und soll aber vermöge derJugend der Knaben eine freie, allgemein-menschliche Bildungs-anstalt sein, ist aber eine Anstalt acl Uoo. Durch sie entstehendie Schullehrer, die nichts anderes sind als Schullehrer, denenman das Fach, den Stand aus hundert Schritte ansieht und an-hört; der Lehrer soll aber doch noch etwas anderes sein als ein