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Allen Respekt vor jeder tüchtigen individnellen Erscheinung;aber man wird immer finden, daß sie in allgemeiner Gesetzlich-keit, welche in der einzelnen Person in konkreter Erscheinung auf-tritt, ihre tiefere Begründung hat. Darum kann man aus ihrso viel lernen. Wo dieses aber nicht der Fall ist, da muß mansolchen Behauptungen und Forderungen direkt nnd entschiedenentgegentreten. Denn es will sich hier nicht die berechtigte In-dividualität, sondern die unberechtigte Subjektivität geltend machen;die Willkür opponiert sich gegen die Gesetzlichkeit, die notwendigeEinheit und Übereinstimmung. Solche Gesellen zerstören geradezuden Charakter einer Anstalt, sie rauben ihr jeden, machenjede Klasse zu einem Atom in dein Ganzen, und es ist dann eben-so, als wem: ein Schüler, der die acht oder zehn Klassen der-selben Anstalt durchwandert hat, acht oder zehn verschiedeneSchulen besucht hätte. Wer als Dirigent einer Schule einensolchen Querkopf, der nur subjektives Belieben kennt und nichtsObjektives anerkennt, in dem Lehrerkollegium gehabt hat, wird es er-fahren haben, was alles an ihm und durch ihn scheitert. Unterstützeilsich gar mehrere in der Behauptung ihrer Subjektivitäten, denensie die oberste Berechtigung zuerkennen, so ist es um die Einheit,wie um die eigentliche, auf innerer Übereinstimmung in Grund-sätzen iiild Verfahrungsweise ruhende Kollegialität geschehen. DieSubjektivität des einzelnen Lehrers hat ihre Berechtigung*, ihre
* Die Subjektivität (das Subjektive) hat ihre Berechtigung, soweit derInhaber derselben sie andern nicht aufnötigsn, sie nur für sich haben will.^ liebt den Rauch-, 8 den Schnupftabak; ^ die gelbe, 8 die rote Farbe;-V das Lust-, 8 das Trauerspiel; ^ die Musik, 8 die Malerei; ^ die Poesie,I! die Prosa, und wie die tausend und abertausend Verschiedenheiten, welcheden gleichgültigen, dem Belieben anhsimgestellten Dingen zugezählt werdenkönnen, heißen mögen. ^ kann trotz der Verschiedenheit den 8 achten und um-gekehrt. Nur darf keiner vom andern begehren, sich zu ihm zu bekehrenund auf sein Steckenpferd mit aufzusitzen.
Dieses Subjektive hängt mit dem Individuellen zusammen; jenes beziehtsich aber mehr auf äußere, dieses mehr auf innere Dinge. Jeder hat seineIndividualität für sich; denn sie ist das Einzelne. Der stärkste, unerträg-lichste Grad der Subjektivität ist der, wenn sie darauf ausgeht, dem andernnicht bloß die Subjektivität (das Äußere), sondern auch die Individualität