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handelt; so ist es um alle freudige und lebendig eingreifendeThätigkeit in der Schule geschehen. Die Schulräte gehören indie Schulen, die Lehrer »litten unter die Jugend. Jedes Er-eignis in der Schule ist ein eigner Fall, der nur von den-jenigen, welche die dabei beteiligten Persönlichkeiteil genau kennen,d. h. aus Anschauung und Erfahrung kennen, richtig aufgefaßtund beurteilt werden kann. Davon hängt die richtige Behandlungder einzelnen Fälle ab, darin besteht das Wesentlichste der Thätig-keit des Dirigenten, lind wenn ihm nur die Wahl bleibt, ent-weder mit seinen Lehrern und seinem eignen Gewissen, d. h. mitder Natur der Sache, oder mit seineil hohen Vorgesetzteil in Kon-flikt zu geraten, so darf er sich nicht scheuen, das letztere zu über-nehmen. Die Mannigfaltigkeit des Lebens richtet sich nicht nachdeil Schablonen einer Registratur, und nichts ist nur zu häufigverfehlter, als die Anwendung allgemeiner Regeln auf spezielleFälle. — Jede Begebenheit in der einzelnen Schule ist, ich mußes wiederholen, ein besonderer Fall.
Doch es scheint bald Zeit zu sein, die weitere Verfolgungdes Gegenstandes abzubrechen. Ich werfe daher mir noch einzelneBemerkungen hin.
Ein Merkmal, ob der einzelne Lehrer die Fähigkeit und dieGewohnheit der individuellen Erziehung besitzt, hat man für sichselbst, wie für andere, daran, ob man die Schüler nach der Zahloder nach deren Persönlichkeit in dem Gedanken hat. Es giebtLehrer (ach, daß ihrer nur einzelne wären!), welche ihre Schülernach Art der Lancasterschulen wie Ziffern betrachten, den einenwie den andern, und für die Last der Lehrstunden keinen andernMaßstab haben als den nach ihrer Zahl und die Zahl der darinsitzenden Schüler. Solch ein Stundengeber und Fabrikarbeitererntet denn auch den Lohn, den er verdient — von persönlicherAnhänglichkeit der Schüler ist keine Rede. Die Schüler lernenhöchstens bei ihm, besonders wenn er sie für das Examen zu-zureiten versteht, und wenn es nicht der Fall ist oder er sonstunangenehme Gewohnheiten hat, so machen sie gemeinschaftlicheOpposition gegen ihn, den sie wie einen Feind oder wie ein Ob-jekt der Belustigung behandeln; aber mit dem Augenblicke, in