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diesen und — die Kinder auch. Dieser allein ist auch im stände,den Eltern, welche die Subjektivitäten ihrer Kinder und ihreeignen subjektiven Launen berücksichtigt zu sehen wünschen, direktund unbeugsam entgegenzutreten; der „liebe Mann" wird sichdrehen und winden. Kurzum: nur der Charakter ist fähig, andreCharaktere zu bilden. Man kann sie bekanntlich heutzutagemit der Laterne suchen.
Ferner wird die individuelle Entwickelung, wenn nicht geradezugestört, doch gehemmt
7) durch den Mangel anregender Kraft in demLehr er.
Dieser Mangel hängt mit dem Mangel an Charakter zu-sammen. Ich muß dabei nochmals an seinen Unterschied vonSubjektivität erinnern. Letztere ist zum despotischen Befehelen,zum Aufbrausen rc. geneigt, wodurch man aber, trotz scheinbarerKraft, nicht in gesunder Weise an- und aufregt, sondern allenfallskrankhaft reizt oder niederschlägt. Die gemeine Beurteilung weißvon diesem Unterschiede nichts. Ich habe mit Lehrern in Ver-bindung gestanden, von welchen man meinte, daß sie lebendiganregen würden, sie selbst waren auch lebendig und sprachen mitberedter Zunge; aber sie regten das eigene Innere der Schülernicht nachhaltig an. Wer das kennt, der weiß, daß man zurBeurteilung einer Schule nicht dem Lehrer, sondern den Schülernins Gesicht zu schauen hat. Aber freilich gehört auch dafür einAuge. —
Also, anregende Kraft fordern wir vom Lehrer. Denn dieEntwickelung fordert Erregung, den belebenden Sonnenstrahl.Dann regt sich die Zelle, dehnt sich die Knospe, entfaltet sich dieBlume!
Die Wortführer der letzten 20 oder 4 Jahre schmähen dieKatechetik, die Sokratik — kennten sie die anregende, entwickelnde,belebende und entzündende Kraft dieser großen pädagogischen Kunstoder Eigenschaft, und liebten sie selbst (hier läuft der Hase!) diefreie Entwickelung der Menschenseele, sie würden sich schämen, jenezu schmähen. Es war eine Zeit, wo man jene, weil diese, zuschätzen wußte; sie verschwand in dem Augenblicke, als man anfing.