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können nichts dagegen haben, dürfen es nicht; denn auf ihm istin den allermeisten Fällen so viel zu thun, daß die Kraft deseinzelnen Menschen nicht hinreicht, das Notwendigste zu leisten.Denn wie wenig ist noch allüberall genügend für die erste Er-ziehung und Bildung der Jugend des Volkes gesorgt!Darum erwartet jedermann hier von dein Lehrer Thaten. Die-selben kommen allen Gebieten menschlicher Thätigkeit zu gute.Denn seine Erzeugnisse, die Pflanzen seiner Baumschule, werdenvon dem pädagogischen Acker auf den des politischen, sozialen undreligiösen Lebens verpflanzt und tragen hier ihre Früchte. In-direkt wirkt er also in jedem Falle auf die drei letzteren Gebieteein, und was hier geschieht, ist nicht ganz, aber doch zum Teileine Frucht seines Thuns und Lassens. Das Leben erntet, wasin der Jugend gesäet worden ist. Wir verbreiten uns darübernicht weiter. Aber wir sagen und kommen damit auf den An-fang zurück: des Lehrers pädagogische Aufgabe und Thätigkeit darf durch nichts gestört werden, ihr ist er mit seinem Lebenverpfändet. Was sie beeinträchtigt, muß er vermeiden. Aber sieverträgt sich nicht nur mit allen Bestrebungen für ein veredeltmenschliches Dasein, sondern sie fällt damit zusammen, sie ist einZweig derselben. Nur mit separatistischen Gelüsten istsie unvereinbar; denn sie hat es mit der Anregung undAusbildung des Allgemeinmenschlichen im Menschen zu thun.
Auf diesen Standpunkt muß sich der Lehrer stellen, auf ihmmuß er sich erhalten; von ihm aus muß er seiner Thätigkeit dieRichtung geben; von ihm aus muß er wissen und weiß es, waser, außer seiner unmittelbaren Berufsthätigkeit, zu fördern, woraufer sich einzulassen hat und worauf nicht. Es giebt allgemeineGrundsätze und Regeln und wir haben sie nach unserem Wissengenannt, wonach man sich zu richten; aber wir sind nicht dieRichter oder Vorherbestimmer aller Einzelfälle, die rechte Ge-sinnung überhaupt muß uud wird auch hier zum Richtigen leiten.Jeder muß wissen, was er zu thun hat. Kein anderer steht fürihn ein, kann für ihn einstehen. „Auf sich selber steht er daganz allein." — „Selbst ist der Alaun."