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liegt in der Darlegung der strengen Gesetzmäßigkeit und Ver-nünftigkeit der Natur.
22. Dein Ursprünge oder der Quelle nach giebt es — mieoft gesagt — bekanntlich drei Arteil von Erkenntnisse»: historische,empirische und rationale oder philosophische.
Die philosophischen, welche sich unmittelbar ans den Denk-gesetzen und dem Wesen des menschlichen Erkenntnisvermögensentwickeln, sind die gewissesten, bei ihnen findet am wenigstenIrrung statt.
Weniger gewiß und zuverlässig sind die empirischen, welcheans Wahrnehmungen, Beobachtnilgen und Erfahrungen stammen.Der Grad ihrer Richtigkeit lind Gewißheit hängt znm Teil vonder Beschaffenheit der sinnliche» Organe und anderen subjektivenVerhältnissen ab.
Noch weniger zuverlässig sind die historischen Erkenntnisseoder Kenntnisse. Dieselben werden uns überliefert; ursprünglichgehöreil sie auch zu den empirischen.
Bei ihnen fragt es sich also:
Ist das Erzählte wirklich geschehen? oder stammt es ansder Einbildungskraft? oder ist es gar absichtliche Erfindung undTäuschung?
War der Augen- oder Ohrenzeuge in der Verfassung, dieErscheinung wahrzunehmen, wie sie sich ereignete? oder fehlte esihm dazu an der Schärfe der Organe, der Ruhe, der Gemüts-stimmnng, der notwendigen Bildung?
War er etwa mit Vorurteilen erfüllt? glaubte er vielleichtvorher schon das, was er nun wahrzunehmen meinte?
Stammt die Erzählung von einem oder von vieleil Augen-zeugen? rührt sie von dem ersten Berichterstatter her, oder hatsie sich durch Mittelpersonen fortgepflanzt?
Zur Feststellung einer historischen Thatsache muß zuerst dieGlaubwürdigkeit des Augenzeugen festgestellt werden; dannaber entsteht die wichtige Frage nach seiner Befähigung.
Wer dieses alles überlegt, kann es nur für unermeß-lichen Leichtsinn erklären, wenn Erzählungen ans alter Zeit,aus unwissendem Zeitalter, von unerhörten Dingen, von Begeben-