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Das Licht der Welt? Ach nein; vielmehr: die Finsternisder Welt.
Aber „trotz alledem"!
„Die Erde bewegt sich doch." (Galilei.) —
Noch eins: „Ein päpstliches Breve ermächtigt den Erzbischofvon Nimini, dem dortige», die Augen bewegenden Madonnen-bilde eine goldene Krone zu verehren." Nom, 26. August 1850.
20. Wunder sind Wunder. Eines wiegt soviel wie das andere.Wer eins glaubt, warum glaubt der nicht auch die anderen?
Das ist doch selbst sehr wunderbar, daß der, welcher irgend-wo au die heilende Kraft eines Kleides glaubt, über die vorgeb-liche Wunderkraft des „heiligen Rockes" im Jahre 1844 erstauntund spottet!
In dem Gebiete der Wunder giebt es nichts Schweres undnichts Leichtes, alles ist gleich leicht und schwer. Wenn daher einWundergläubiger sagt, der „heilige Rock" habe sich nicht acht-zehn Jahrhunderte erhalten können, so fragt mau mit Recht: ei,warum denn nicht?
In dem Laude der Wunder ist eben alles möglich. Oderder Wundergläubige muß uns sagen: was, und was nicht!
Der Leser erkennt, mau kommt eben, wenn man sich deinWunderglauben ergiebt, in die Bresche, man mag sich stellen, wiemau will. Und das ist dann auch nicht mehr als billig. Dennwer Unerhörtes glaubt und berichtet, muß sich unerhörter Unter-suchung unterwerfen.
21. Wundersucht und Sinnlosigkeit sind identisch — so mußman angesichts der Fortschritte in den Wissenschaften und derErkenntnis der menschlichen, natürlichen Kräfte sagen, und bei-fügen: tiat q'ustitm, xorsat muuckus. Die Wissenschaft kann esnicht lassen, die erforschte Wahrheit zu verkündigen, trotz Bann-strahl, Inquisition und zelotischers Verdammung. Sie bleibtdabei, daß 2X2 — 4 sei, ewig gewesen sei und ewig seinwerde, niemals aber irgendwo — 5.
Die Naturkenntnis hat die Zeit, auch die Religion, von demAberglauben und dem ganzen Erbteil einer finstern Zeit befreit.Dieser ihr Dienst ist also zunächst ein negativer. Der positive