sagen, wo ein wahres Wunder vorhanden ist. Hierhat die Kirche noch nicht einmal ihre strenge Untersuchung be-gonnen, ob diese Vorgänge durch die geheimen Kräfte der Natur,oder durch die Einwirkung des Teufels, gekleidet in den Engeldes Lichtes, oder endlich durch unmittelbare Einwirkung der All-macht Gottes hervorgebracht sind."
Was sich die „unfehlbare Kirche" nicht alles zutraut —und zwar noch im Jahre l850! Man blickt unwillkürlich in denKalender, nur sich davon zu überzeuge«, daß man in betreff desJahres und Jahrhunderts nicht irrt; man greift sich an denKopf, um gewiß zu werden, daß man nicht toll geworden. Wassich kein Kongreß der Physiker aller Länder zutraueu würde,traut sich jene „unfehlbare Kirche" zu. Nebenbei erfahren wirdenn auch, daß außerordentliche Thatsacheu aus dreierlei Ursachenentstehen können:
a) durch die verborgenen Kräfte der Natur;bs durch den Teufel;o) durch Gottes Allmacht.
Kanu — man muß sich in Vergegenwärtigung der Er-eignisse unserer Tage fragen — kann aus Menschen dieser Artund dieses Glaubens etwas werden?
Unmöglich.
Kossuth hat umsonst gesprochen: „Es giebt keine Wunder,es giebt nur allgemeine Gesetze."
Dafür und für das, was damit zusammenhängt, büßt erjetzt in der Verbannung. Hätte er die „Heiligen" angebetet, der„unfehlbaren Kirche" seine sündigen Gedanken gebeichtet und anMirakel geglaubt, traun, er säße noch auf dem schönen Land-sitze in seinem Vaterlande und — trüge einen oder mehrere hoheOrden in seinem Knopfloche, er wäre Ritter vom goldenen Vließund vom goldenen Sporn!
Aber getrost, trotz alledem!
Huß wurde verbrannt — Luther triumphierte;Kossuth wurde verbannt — wie wird der zeitgemäßeLuther der Magyaren heißen, und in welchem Jahre wirder das Licht der Welt erblicken?