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Entwickelt der Lehrer in sich die deutsch-nationale Gesinnungnnd Bildung, so hat er damit das Hauptmittel, ohne welchesalle andern unwirksam bleiben und zu leerem Scheine herabsinken,gewonnen; denn der Mensch erzieht unwillkürlich, selbst gegenseinen Willen, zu dem, was er ist. Das Haupterziehungs- undBildungsmittel ist der Mensch selbst.
Treten wir in eine französische oder in eine englische Schule,so fordern wir allgemeine Menschenbildung; aber wir wundernuns nicht nur nicht, wenn sie ganz in nationalein Gepräge er-scheint, nein, wir freuen uns darüber, wir erblicken dann konkret-lebendige Gestalten; darum dürfen, sollen nnd wollen auch wirunser nationales Gepräge nimmer verleugnen, sondern hochachtenund stärken. In solcher Weise denken und, was noch wichtigerist, weil es die Basis von jenem ist, fühlen lind empfinden undwirken wir in zeitgemäßer Weise. Schließ' dich an das Ganzedeiner Nation an!
5. Das Fünfte ist: daß er sich den gleiches an-strebenden Kräften und Menschen zu gesellt.
Es gab Zeiten, wo einer — alles war, wo von einem— alles ausging, wo mit dem einen ungefähr — alles ver-loren schien.
Diese Zeit ist vorüber. Sie ist darum vorüber, weil diethätige Kraft in allen erwacht ist. Jeder will Mensch sein, alsMensch leben, d. h. thätig sein.
Zu allen Zeiten ist das wahre Leben nur aus der Kräftevereintem Strebeil und Wirken entstanden; aber es hat sehrhäufig oder zumeist an diesem „wahren Leben" gemangelt.
Jetzt ist es im Entstehen, und zwar nur darum, weil alle,welche von der Zeit berührt sind, Mitwirken wollen.
Erwarte man darum keinen neuen Messias der Zeit!
Wenn — haben die Unkundigen geseufzt — nur ein großerMann aufstehen und sich an die Spitze stellen wollte!
Aber der „große Mann" kam nicht, und — es bedarf seinerauch nicht. Der bewegende, treibende Geist hat die Masse derMenschen ergriffen; aus ihr, d. h. aus dem vereinigten Wirkenaller, mußte die bessere Zeit entstehen.