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auf Gründe und bewegende Ursachen sinnen muß, mu sich anzu-spornen, um auch der Forderung der Zeit zu genügen, ist keinMensch ersten, kaum einer dritten und vierten Ranges.
Damit sage ich nicht, daß der Verstand nicht die erwachtenTriebe und erhöhten Kraftanstrengungen erkennen und leitensolle; sage nicht, daß er nichts dazu beitragen könne, die Thätig-keit der Kräfte bleibend zu machen; ich sage dieses: der Verstandhat in solchen Dingen bei einem gesunde» Menschen nicht dieerste Stimme, er ist nicht die Wurzel der Thätigkeit; er kommterst im zweiten oder dritten Stadium an die Reihe. AllesTüchtige entstammt unmittelbar den gesunden Trieben und Kräftender in der Tiefe unbewußt arbeitenden Menschennatur.
Der Leser blicke in sich hinein, er schaue aus sich herausin andere hinein; er wird die Wahrheit des Gesagten einsehen.Er denke an die Momente höchster Thätigkeit und Energie, dieer an sich erlebt hat, und frage sich, ob es nicht so sei, wie ichgesagt habe.
Eben darum kann es auch meine Absicht hier weniger sein,die rechte Thätigkeit, eure erhöhte Thätigkeit derselben in dieserZeit erwecken zu wollen, als die Erscheinungen der Gegenwart,auch in der Lehrerwelt, zu erklären und begreiflich zu machenund die Leser von neuem mit Vertrauen zur Menschennaturüberhaupt und zu ihrer eignen zu erfüllen.
Die drei letzten Jahre, besonders das erste derselben, hatdie Lehrer in vermehrter Thätigkeit und erhöhter Kraftanstrengunggesehen. Das war eine ganz natürliche Erscheinung. Diese An-und Aufregung der Kräfte dauert, freilich nur zum Teil undnicht überall, noch fort. Wir suchen sie zu erhalten und in derrechten Bahn zu befestigen. Diese rechte Bahn finden wir inder Arbeit au unfern Schülern in der Schule. „Hierist Rhodus und Raum zum Tanzen!"
Der wahre Lehrer dieser Zeit, der von ihrer gewaltigenKraft angeregte Lehrer, setzt die erhöhte Kraft an seine Arbeitin der Schule.
Dieses ist das Erste, was inan von dein Lehrer der Gegen-wart zu erwarten hat.