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Aber die Dankbarkeit drängt auch hin zu einer äußerenThat. —
Was hat — mußte man sich fragen — Pestalozzieigentlich gewollt, welches war der Anfang und Ursprung, wiedas Ende und der Schluß seiner Arbeit?
Wir finden ihn, als er sich zuerst als Erzieher bemerkbarmachte, in Stauz unter Armen- und Bettelkindern, denen eralles in allem ist; und vor dem Ende seines Lebens denkt eran die festere Begründung seines wiedererweckten „Neuhofs", woer unter Armenkindern stirbt.
Sein Herz schlug für die ganze Menschheit; aber imInnersten des Herzens wohnte die Liebe zu den Armen undVerlassenen auf Erden, zu dem „armen Volke" und zu denKindern desselben.
In jenen Festordnern mußte daher der Gedauke entstehen,daß die Erinnerung an den 12. Januar 1746 und seinewichtigen Folgen dadurch würdig begangen werde, wenn mannach Möglichkeit für die Erziehung und Bildung armer, ver-lassener Kinder in dem Geiste Pestalozzis sorge. So entstandder Gedanke an eine Pestalozzi-Stiftung oder an Pesta-lozzi-Stiftungen auf deutschem und schweizerischem Boden.Dieselben sind daher der thatsächliche Ausdruck derDankbarkeit deutscher Lehrer gegen ihren und derMenschheit, besonders der Kinderwelt Lehrer undFreund.
Dieses ist die erste fortdauernde Bedeutung der Pesta-lozzi-Stiftungen für den Lehrerstand.
Die in dieselben aufzunehmenden Kinder, in vorzüglichemMaße der Erziehung und Bildung bedürftig, sollen nach den Ab-sichten Pestalozzis, nach seinem großen Herzen in Liebe, undnach seinen: Geiste in entwickelnd - erziehender Weise, auf demLande mitten in der stärkenden und belebenden Natur, durchUnterricht, Beispiel und Arbeit erzogei: werden.
In diesen Momenten liegt das Wesen der PestalozzischenBestrebungen und Methode, angewandt auf die Verhältnisse undBedürfnisse der Kinder des armen Volks.