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eines solchen Mannes nicht hineindenken kann), einen Mann,einen Lehrer des Jahres 1850, welcher sich um das, was diepädagogische Tageslitteratur zu Markte bringt, gar nicht kümmert,der höchstens zufällig etwas davon hört, aber nicht die geringsteNeigung besitzt, ein kleines Opfer dafür zu bringen. Es steht^ schrecklich um solchen Alaun! — Während jedem Handwerker
nichts näher liegt, als zu erfahren, wie er sein Handwerk immerbesser und besser betreiben könne, begnügt sich unser Mann, denwir Kollegen und Mitarbeiter an der Geisteskultur des Volkesnennen, mit dein, was er in früheren Jahren gelernt und geübthat. Kann ein lebendiges, reges Interesse für Geistesbildung,, kann Liebe zur Erweiterung seines Horizontes wie zum Fort-
schreiten, kann ein rechter Lehrersinn dabei bestehen? Nein, erkann nicht dabei bestehen, das ist nicht möglich, und darum istjenes Resultat in so hohem Maße zu beklagen.
Das Erste dabei ist, daß wir dieses Faktum begreifen unddadurch erklären; das Zweite, daß wir es zu beseitigen suchen.Die Erklärung liegt in folgenden, hier in aller Kürze anzuführen-den Momenten:
1) An der Armut vieler deutschen Lehrer.
Sie ist notorisch und allgemein zngestanden. Auf vielenLehrern ruht Tag für Tag, von: ersten Januar bis zum Syl-vester, der, vielleicht mit Rücksicht auf solche Zustände, in manchenKalendern „gottlob!" genannt wird, die Sorge um das täglicheBrot für Weib, Kinder und sich. Ich glaube nicht, daß wir, Glücklicheren eine Vorstellung davon haben, wie solcher bleibende
! Zustand auf den Geist drücken muß. Also wir beklagen solchen
, Lehrer tief; wir sehen ein, daß er nicht viel auf seine Bildung
! verwenden kann. Aber gar nichts? nicht einmal 15 Silber-
! groschen jährlich? 1 Sgr. 3 Pfg. monatlich sollten nicht zu er-
schwingen sein? Unglaublich! Die Armut des Lehrers an Geld-> Mitteln erklärt die möglichste Beschränkung der Ausgaben auf
das Notwendigste, auf ein wahres Minimum, aber ent-s schuldigt die gänzliche Teilnahmlosig keit nicht.
! Gerade der Niedergedrückte hat am ersten geistige Erhebung durch
^ Geistesnahrung nötig; wo ein Bedürfnis tief gefühlt wird, da
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