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"c» üblen Folgen, so werden sic doch durch die weit grö-ßeren Vorthelle reichlich ausgewogen. Sie erhebt das mora-lische Gefühl des Selbstvertrauens in die eigene Kraft, die-sen mächtigen Hebel menschlicher Thatigkeit; sie gestattet Je-dem den Platz einzunchmcn, den die Natur seinen Fähigkeitenanwics; sie erleichtert ihm den Ucbergang von einer Beschäfti-gung zur andern, so oft der Wechsel der Umstände es erheischt;sie begünstigt die großen Fabrik-Anlagen, indem sic dcsiUnternehmer vor den Anmaßungen unruhiger Arbeiterschützt und ihn von ihren Launen unabhängig macht *).Aber abgesehen von ihren eigenthümlichen Vorzügen ist dieGcwcrbefrcihcit auch mit dem ganzen Grundsystemc unsererneuern Staatsverwaltung so innig; verwebt, sie steht in
») Gegenbem. d. Heraus«.
Früheren bat der Hr. Vers, es den ältern Gewerbspstemen zum Vor-wurf gemacht. daß sie das Individuum in dem freien Gebrauch seinerKräfte und Fähigkeiten beschränkten, und «mnittclbar vorher eS alseinen der Vortbcile der Gewerbcfrcihcit aufgezählt, daß sie die morali-sche Kraft, diesen großen Hebel menschlicher Tätigkeit hebe: hier imGcgentbcil wird cs ihr zum Verdienst angerechnet, daß sie die große«Fabrikuntcrnehmungen begünstige und die Unternehmer vor den An-maßungen unruhiger Arbeiter schütze, oder richtiger gesagt, die Arbei-ter von den großen Fabrikunternelmicru abhängig mache. — Wirüberlassen cs der Bcurthcilung des Lesers, ob irgend etwas mehr dasIndividuum herabwürdigen, alle moralische Kraft in ihm vernichte«kann, als jene Abhängigkeit, in die sich der Fabrikarbeiter großerFabriken von dem Unternehmer derselben befindet? ob etwas mehr de»bei weitem größten Tbeil der menschlichen Individuen in dem freienGebrauch ihrer Kräfte und Fähigkeiten beschränken könne, als ebenjene großen Fabrikunternehmungcn? und welches Gewcrbcsystem höher,veredelnder, den Menschen alS moralisches Wesen darstellender sei, das-jenige, was de» Gewerbtreibcndcn, den durch die Natur des bürger-lichen Lebens bestimmten Gesetzen einer Sorporazivn zu unterwerfen,oder dasjenige, was ihn von der Willkühr eines einzelnen Fabrikunter,»ehmers abhängig zu machen sucht? —
Don dem Standpunkt einer höher», den Menschen in seiner mora-lischen Würde erfassenden und die Bildung eines freien selbstständige«lebenskräftigen Bütgerstandes über schnöden den Menschen zur Maschineherabwürdigcndcn Geldgewinn setzenden, Nazionalwirthschaft kannnicht leicht ein birterer Tadel gegen die Gewcrbefreiheit ausgesprochen«erden, als in demjenigen liegt, was ihr liier zum Lobe angerechnetwird, und cs kann zum Beweise dienen, wie sehr eine finanzielle denStaat wie eine Geldmaschine betrachtende Ansicht in der neuern Staats,wirtlischast überhand genommen, wenn ein Mann , wie dcr Hr. Dcrf.,»er so viel edle Gesinnungen, und so viel Gefühl für Moralität undMenschenwürde offenbart, in einem Widerspruch wie der vorher er-wähnte fällt. H. S.