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1 (1821)
Entstehung
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dert geblieben waren. Der glanzende Ausgang des entschei-denden Kampfes, die glückliche Wiedergeburt des Staats,die Aussicht auf eine ruhige Zukunft, hatten neues Lebenin die Nazion gebracht. Der lange unterdrückte Hang zumGenuß hob sich mächtig empor: mehr vielleicht als die Mit-tel es rechtfertigten. Jeder suchte sich für die erlittenen Ent-behrungen zu entschädigen; cs entstand eine Nachfrage nachArbeiten und Diensten aller Art, die ohne die Gewerbe-Freiheit schwerlich würden haben befriediget werden können,zumal auf das Einwandern fremder Gesellen nicht viel zurechnen war, da gleiche Ursachen gleiche Wirkungen in denübrigen tcutschcn Ländern hervorgebracht hatten, und jederzu Hause Beschäftigung vollauf fand. Hatte die Gewerbe-Freiheit die Koncurrcnz auch nicht hervorgerufcn, so erleich-terte sic selbige doch unstreitig, und wir verdanken es ihr,daß der Zunftgeist eine solche Konjunktur nicht, wie sonstnur zu oft geschehen ist, zum Druck des Publikums benutzenkonnte. Außerdem erleichterte sie Vielen, die für das Va-terland freiwillig gekämpft, und die der Krieg ihrem frü-heren Berufe entfremdet hatte, nach der Rückkehr aus dem-selben das Ergreifen eines bürgerlichen Gewerbes, ohnewelches sic dem Staate zur Last gefallen wären. Freilichund dies ist allerdings die Schattenseite der Gcwcrbefreiheit wählten die meisten unter ihnen solche Gewerbe, diekeiner mühsamen Erlernung bedürfen, aber auch dem Gan-zen wenig frommen und dem, der sich ihnen widmet, mitder Behaglichkeit eines geschäftigen Müssiggangcs schmei-cheln. Man sah ohne Zahl: Krämer und Wcinhändler,Hausirer, Gastwirthc, Bier- und Brantweinschenkcr, De-stillateurs, Tabagisten u. s. w. entstehen; lauter Gewerbe,die zur Vermehrung des Nazionalwohlstandcs nichts beitra-gen und nur der Verschwendung und Voller« Vorschubthun. Man sah sic durch ihre übertrieben große Anzahlsich selber aufrciben, ohne doch Andere von ähnlichen Un-ternehmungen abzuschrccken. In Berlin allein vermehrtesich zwischen den Jahren iZlZ und iZi8 die Zahl der Händ-ler und Kramer von Z642 auf 4242; die der Tabagistenund Schenker von 486 auf 580, von denen jeder cs demanderen zuvvrZuthun strebte, um seine ephemere Eristcnzzu verlängern.

So schmerzhaft dem Menschenfreunde diese, in demLeichtsinne des Zeitalters liegende Tendenz auch scyn mag,so wäre es doch eben so ungerecht, die Gcwcrbefrcihcit