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1 (1821)
Entstehung
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von Mißbräuchen eingeschlichen, und Vieles, was früher-bin gut war, war mit der Zeit schädlich geworden; dieseMißbrauche blieben nicht unentdeckt, und die Gesetzgebun-gen bemühten sich wiederholcntlich, sie auszumerzen. Al-lein theils das Ucbergewicht der intensiven Stärke diesertief und breit gewordenen Institute über die Macht einernoch im Kampfe begriffenen, erst auflcbcndcn Staatsge-walt, theils und besonders in Deutschland die Verschieden-heit des Verfahrens in den einzelnen Territorien, verhin-derten, daß man nicht erreichte, was man beabsichtigte.So erhielten sich die Mißbrauche. In, Aergcr darüber warder Einfall sehr nahe, den ganzen Baum umzuhaucn, zudessen einzelnen, zu beschneidenden Zweigen man nicht ge-langen konnte. Dieser Einfall entsprach dem ganzen Stre-ben'der Zeit, welches darauf gerichtet war, die Souverä-nität in den Staaten zur höchsten Vollendung ihrer cigen-thümliehcn Kraft zu bringen, welches in der Anhänglich-keit der Korpornzioncn an alten Einrichtungen und in derenselbstständiger Bewegung den meisten Widerstand fand.Auch trat grade um diese Zeit in der StaatSwirthschafts-lchre diejenige Periode ein, wo gelehrt wurde, daß dasGewerbe in jedem L-taate sich am besten befinden müße,wenn der Industrie und dem Flciße jedes Gcwcrbtreibcndcnder ungemessenste Spielraum eingeräumt würde, daß jedeArt von Zwang mithin für den Einzelnen drückend undhinderlich, und für das Ganze nachtheilig sey, indem derErtrag der Totalität nichts anders sey, als die Summedes Ertrags aller Einzelnen und das folglich aller Art vonZunftzwang und Korporazionsverband dem Gewerbe nichtnur nicht günstig, sondern schädlich sey. Diese Theorieschien so einfach, so konsequent und so unerschütterlich, daßsic bei weitem die Mehrzahl der denkenden Köpfe auf ihreSeite brachte. Nach alle dem konnte es nicht ausblcibcn,daß in mehreren von denjenigen Staaten, wo man sich mitder Verbesserung des Zustandes der bürgerlichen Gesellschaftbeschäftigte, der Zunftzwang gänzlich aufgehoben, und da-gegen völlige Gewcrbcfreiheit eingcführt wurde, zumal mitder Gewerbefreiheit zugleich die Patcntstcuer verbunden wer-den konnte, deren Einbringen die Staatskassen gar sehr be-dürftig waren. Indessen entsprach der Erfolg nicht derErwartung. Allerdings bekam das Gewerbe Einzelner ei-nen Schwung, an welchen vorher nicht zu denken gewesenwäre; allerdings singen eine Menge, von Personen an. Ge-