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menschliche Streben, nach zwcy entgegengesetzten Richtun-gen hin ausartet, sich in beiden entgegengesetzten Richtun-gen als Kosmopolitismus, als gänzliche Trennung dessubjektiven Egoismus des Menschen von dem sittlichen Or-ganismus des menschlichen DaseynS gestaltet, und wiedivergierend auch die Richtungen scyn mögen, nach welchenes nach beiden Seiten hin ausschwcist, doch beide in einemPunkt, in der moralischen Selbstvernichtung des Menschen-geschlechts wieder zusammen sührt. Der schroffe Gegensatzdes sinnlichen Kosmopolitismus des römischen Kaiscrthums,in welchem das ganze moralisch-politische Seyn des Altcr-thums seinen Untergang fand, mit dem modernen geistigenKosmopolitismus, welcher in den Rcvoluzionen unsrerTage waltet und dem moralisch-politischen Scyn der christ-lich-germanischen Zeit den Untergang bereitet, zeigt uns diebeiden Endpunkte, nach welchen jene Grundverirrungen alsgroße welthistorische Motive in entgegengesetzter Richtungstreben 'und in beiden als die großen im inner» Leben desMenschengeschlechts sich entwickelnden moralischen Sclbsi-vernichtungsprozesse offenbaren. Wie der subjektive sinn-liche Egoismus des Alterthums den Kosmopolitismus desrömischen Kaiscrthums und in ihm jene srnnlic.)e Faulnißdes aller höhern Motive beraubten Lebens bereitete, in derdie ganze alte Welt unterging, so hat der geistige subjek-tive Egoismus den Koömopolitismus unsrer Tage hervor-gcbracht, in dem eine schrankenlose Vergeistigung alle festenVcsiandthcile des Lebens zu verflüchtigen, das Leben selbstin einen leeren bedeutungslosen Spuck zu verwandelndroht, wo der subjektive Egoismus als der einzige Regu-lator deS Lebens dastcht, und mit den Formen desselben seinlustiges Gaukelspiel treibt, wo die vernünftelnde Selbst-sucht sich auf eigne Hand zugleich als Prinzip und Zweckdes Lebens setzt, und hinter tauschenden Sophismen ihregemeine selbstische Natur verbergend, alle eigenthümlichdas Leben bewegenden Prinzipien vernichtet und einemoralische KlugheitSlehre als höchstes LebenSprinzip anderen Stelle setzt.