sittlichen Gemcindcwesen, in den lebendigen anschaulichenGestalten des Staats und der Kirche, die ist es, die ihmEigenthümlichkeit gicbt, und im Reiche Gottes jene hoheBedeutung verleiht, die uns das Christenthum offenbart.
Die Individualität des Menschengeschlechts beruht ei-nig und alleine auf das wunderbar in ihr vereinigte undgestaltete Wcchsclverhältniß von Natur und Geist, sic be-steht eigenthümlich in jener wunderbaren Vereinigung vonsinnlicher Empfänglichkeit, geistiger Anschauungs- undphysischer That- und Bildungskraft, durch die es, sichüber die Thicrwelt erhebend, von der Geisterwclt scheidend,als eigcnthümlichcs Glied vergöttlichen Wcltordnung, dieirrdische Welt mit einer hoher« geistigem als Mittelgliedverbindend, dasteht. Mit dieser seiner ihm durch die Na-tur verliehenen Eigenheit ist dem Menschen zugleich dieIdee seines Scyns als harmonische Ausbildung und Gestal-tung derselben gegeben und die Idee eines großen sittlichenOrganismus schon durch das Naturseyn des Menschenge-schlechts selbst unmittelbar ausgesprochen. Diese Idee ei-nes sittlichen Organismus ist es, welche den Begriffin cnschli ch e r, ohne Beziehung zu einem höhern sittlichenGemeinwest,, gar nicht gcdenkbarer, Freiheit bestimmt, undals bestimmende Schranke in alle Wechselverhältnisse desLebens, als natürlicher d. h. unmittelbar durch die Naturdes menschlichen Seyns gegebener Regulator derselbencintritt. Hierüber kann kein Zweifel für denjenigen obwal-ten, dem auch nur die ersten Elemente des menschlichenDaseyus klar geworden und der Verdacht „einiger"(ziemlich bedeutender) „Flächlichkeit" möchte daher vondenjenigen nicht abzuwenden seyn, die in den gewerblichenVerhältnissen einen andern Regulator anerkennen und densubjektiven Egoismus an die Stelle der nvthwcndigen Be-ziehung jedes Einzelnen zu einem Ganzen setzen. —
Wie aber in der Individualität des Menschengeschlechtsauch die sittliche Idee seines Daseynö gegeben ist, so liegenauch in ihr die beiden Grundverirrungcn, in welchen das