Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
183
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vor dem ewigen Schwanken, vor dem sieten Theoreti-stren, Erpcrimentiren, Organisiren und Reorganisireneiner sich in subjektiven Theorien herumtrcibenden Gesetz-gebung und Verwaltung zu retten, ansehen lernt.Wer dem Gange der Ze.it, der Bildung des Lebens unddem Wechsel der menschlichen Ansichten und Gesinnungengefolgt ist, und wer die Stimmung der Menschen imStillen beobachtet hat, bedarf hiezu keines Kommentars,und dem kann es nicht verborgen scyn, wie es fast scheint,als wolle unser Zeitalter geflissentlich einer allgemeinenWcltmonarchie der verderblichsten Art den Weg bahnenund ihr alle Hindernisse aus dem Wege raumen, die ihrin der individuellen Gestaltung des Lebens, wie im volks-tümlichen Sinn der Völker cntgcgengestandcn, damitdie Völker, ihr cntgcgegenkommcnd, sie willig aufnehmenund sich ihr fröhlich unterwerfen. Welche Bedeutungkönnten auch individuelle Staaten ohne Individualitäthaben? Und können sic anders als Ucbergangsformcnzu einer allgemeinen Wcltmonarchie angesehen werden?

Es sind noch nur wenig Jahre verflossen, als Eu-ropa auf den Punkt stand, den Weltsiaat der römischenImperatoren mit seiner ganzen moralischen Faulniß imschlechter» Abbild erneuert zu sehen. Nur einer höhcrnLeitung haben wir cs zu verdanken, daß dies Schicksalvon uns abgcwendet. Dies sollte uns warnendes Bei-spiel scyn: ob wir aber diese Warnnng verstan-

den?!

Durch die ganze Entwickclunggeschichtc des mensch-lichen Geistes sehen wir seine SclbsivcrgötterungSsiicht, seinStreben sich als Einzelnes aus der Naturverbindung desGanzen herauszureißen und die Naturscrbindung des Gan-zen seiner Subjektivität zu unterwerfen und seinen subjek-tiven Zwecken dienstbar zu machen, mit andern Worten