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gehört bis dahin glücklicherweise noch der Ideenwelt an.Und sollte ein solcher auch rcalisirt werden, so würde»doch nur die höchsten Magnaten dieses Weltstaats, nichtaber jedes bürgerliche Individuum in demselben, mitRecht Weltbürger genannt werden. Wcltbürgcrthumkann mithin auch in diesem Sinne nichts heißen, als dasStreben der Menschen, aus den Untergang der bestehen-den Ordnung der Dinge, der bestehenden Staaten undVerfassungen, der Grundgesetze des Lebens selbst, einenidealen Weltstaat zu gründen, einen reinen Vcrnunft-siaat, in dem alle individuelle Verbindung und Stufcn-bildung des Lebens aufgehoben, jedes menschliche Indivi-duum, als solches, positives Glied des über dieganze Erde sich verbreitenden Gemeinwesens ist. Waswill ein solches Streben aber anders, als die in der Ge-schichte und in der Natur waltende und sich in der Ent-wickelung des Lebens als organisches Lcbcnsgcsetz offenba-rende Weltordnung Umstürzen und ein subjektives Vcr-siandcsideal an die Stelle des geschichtlich sich entwickeln-den göttlichen Weltplancs setzen?!
Ucbcralt sehen wir die göttliche Wcltordnung durchIndividualisirung und innere Stufenbildung ihrer ver-schiedenen Kreise sich entwickeln, überall ein einem jedemIndividuo zugctheiltcn Wirkungskreis als organischesGrundgesetz durch die ganze Schöpfung hindurchgehen.Eben so im Leben, in der Geschichte, im Staate, über-all sehen wir Individualität als nothwcndigc Bedingungalles moralischen und politischen Senns und Wirkens,überall sehen wir das Leben sich individuell gliedern undeben dadurch sich in seiner höhcrn Idee entwickeln.
«) In dem Verkennen des positiven Begriffs des Dürgerthums be-ruht Ihr Hauptirrthum. —Negativ sind wir alle W c l t b ü r g e r.Arethi und Plcthi, Räuber und Mörder, Ratte» und Mäuse, Flöheund Läuse, und alles Geziefer, was über und unter der Erde kreucht,alle« kann Ansprüche auf da« Welibürgerthum machen; denn allesgreift als Glied in das große Ganze ein, gleichviel, ob mit oder ohneEelbsibewußtsepn, ob mit oder wider seinen Willen.