Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
156
Einzelbild herunterladen
 

Aber vergessen darf man dabei nicht, daß der lachendübertriebene Zustand der Zukunft immer Noch wünschcns-wcrther sey, als der, worin uns Pferde und Pflug fehlten,und wo die Herrn Satyrikcr, statt wie itzt Satyren druk-ken zu lasten, selbst pflügen, oder vielmehr, da der Pflugauch eine Maschine ist, die Erde zu ihrem Unterhalt selbstgraben oder gar aufkratzcn mußten.

Die Türken wollten lange keine Buchdruckern, damitdie Abschreiber des Korans nicht brodlos würden. Undsollte wohl auch in dem künstlichen Europa diese herrlicheErfindung, welche 2omal mehr Menschen geradezu ernährt,als je vom Abschreibcn gelebt haben, und welche so Erftau-nungwerthe» Einfluß durch Erleichterung des Unterrichtsaus Verbesserung anderer Erwcrbzweige ausgcübt hat,nicht auch bei ihrer ersten Einführung sehr viele Menschencrwerblos gemacht haben? Wir lachen über die Türken,weil uns einmal der gute Einfluß der Buchdruckerei bekanntist, in andern Stücken sind wir aber sr'e r-e,rra 2-srüc»so ziemlich türkisch gesinnt.

Erfahrungen, die so laut reden, sollten nicht überhörtwerden. Hat etwa die Bevölkerung abgenommcn, seit wirMaschinen im größern Verhältnisschaben? und sichernnicht gerade die Maschinen Europcns Handclsübcrgcwicht?Müßte solches nicht gleich aufhörcn, wenn wir uns diesesVorzugs zu Gunsten der neuen Leute in andern Welttheilenbegaben? Bei dem natürlichen Fortgänge des Kunstfleißeswerden sic schwerlich fürs erste mit uns Preis halten kön-nen, aber bei unserer hingehenden Vcrzichtung würden siesogleich erfolgercich uns gegenüber stehen; gcrad sowiewir gegen das alte fleißige Indien, welches seinen allenGewohnheiten nicht entsagen will.

Daß Vrittanicns Vorzüge mit allem Grunde dahergeleitet werden, weil die Britten wegen der landwirth-schaftlichen Maschinen weniger Menschen, als irgcnds eineNazion EuropenS zii ihrem Ackerbau brauchen, obwohl sol-