den Gefahren, die hieraus hcrvorgchcn könnten, yorzu-bcugcn, blieb also der Gesetzgebung nichts übrig, denn,als Repräsentantin des Ganzen und der Ge-sa ,n m tintcrcsscn des Publikums, in die Übech-seloerhaltniffe desielben mit den Medizinalgcwcrben einzu-greifen, dieselbe auf die Grundvesie dcS gaiizen bürgerli-chen Lebens, auf wechsels.e itige Bedingung vonRecht und Verpflichtung, festzustellen, und indemsie von der einen Seite den Gcwerbtreibendcn Pflichtenpuferlegtc, die durch die Natur ihres Gewerbes, durch
nirgends ein solides bürgerliches Kapital ansammelt, auf die sich de«Wohlstand jener mittler,> Vüra-rlamilien, die de» Kern der Bewohne«der Mittelstädte bileen, gründe» könnte. Noch weniger aber mag c«bemerke», wie dadurch der Charakter entartet, »nd w!c von der ei-nen Grit, ei» gieriges Jaan> und kleinlich neidisches Neiße» um jedenGewinn, von der andern ei» leichtsinniges Verschwenden des rasch Er-worbenen alle Grundvcste» des bürgerlichen Charakters vernichtet, »ndeine Schlechtigkeit begründet, deren Gränzcn in ihre» sortwürkcndenFolgen nicht zu berechnen sind,
Wer srühcrhin ein bürgerliches Gewerbe trieb, besaß in ibm einproduktives Eigenihum, welches ihm in der Regel bei gehörigem Fleißund Ordnung seine Ankunft sicherte, seinem Ecwcrbaeiste eine Sphäre««offnere, «nd ihm zu gleicher Zeit die gehörige Schranke sehtc. Dg«in jeder lebte, und sei» Leben gesichert war, so konnte er de» andern«uch leben lassen. Wer aber kein bürgerliches Gewerbe und kein Ei«gcnthmn besaß, mußte seine Wünsche von selbst beschranken »nd sich»er Hökern Notkwendigklit fügen, der sich die Menschen am leichtestenpnd willigsten fügen,
Jetzt gewährt das Gewerbe keine Art eines dauernden und gesicher-ten Eigciithums, nur zufälligen, augenblicklichen Gewinn , nach demalle ringe», und den einer dem Andern stets zu entreißen strebt. De«feste Bodcn-dcs Gewerbes ist vernichtet, alle Schranken, die den Er-werbgrist des Mensche» regelten ihm eine bestimmte Richtung ver-liehen, und eine bestimmte Gränze steckten, sind aufgehoben, eineunendliche und unermeßliche Laufbahn gewerblicher Tliatigkeit ist ei-nem jeden aufgethan, aber tn ihr ist kein fester Rnhevunkt, keinfestes Ziel zu finden. Von der einen Seite umgeben von scindlichc»Elements,:, in einem »nnnterbrochenen, keinen festen Friedensstanddarbictenden Kampfe Aller gegen Alle, wo jcter den Untergang desAnder» bereitet, sein Glück daraus zu gründen, erkennt er von der einenSeite sich stets gefährdet in den ersten Bedingungen seines Erwerbesund seiner Eristenz, von der andern Seite rulst er eine gränzcnlose, niezu ersätiigende Begierde nach Gewinn in sich erwachen, suhlt alle Angelsich lösen, die die niedrigsten Begierden . die in des Mensthenbrnst, ihm«st selbst unbewußt schlummern, hemmen, und von einer unwider-