Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
115
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Wichtiger und über die ganze zwischen uns obschwc-bcndc Streitfrage Licht verbreitend ist cS, die Gründezu untersuchen, welche die Gesetzgebung zu einer so auf-fallenden Ausnahme von den in der übrigen gewerblichenGesetzgebung befolgten Grundsätzen, bewogen haben kön-nen. Wenn die gewerbliche Konkurrenz von der Gesetzegebung überall als etwas wohlthatigeS zugelaffcn, ja be-fördert wird/ wie konnte sie solche dann in diesem ein-zigen Zweige des gewerblichen Systems als etwas unbe-dingt verderbliches und verwerfliches betrachten ? ---

Erlauben Sie Mir, daß ich, um ein in No. IV»S. io« nicht ohncVorbedacht gethancs Versprechen zu, er-füllen, den Versuch wage, die eben nicht schwer aufzu-findenden Gründe hier Naher zu entwickeln,

Wütdc eine freie Konkurrenz m den Medizinalgcwcr-ben statt finden, so würde dadurch der dem Medizinal-'gcwcrbe gewidmete Theil des Nazionülkapitäls zu sehrzersplittert werden, als daß das Gewerbe selbst seinenErfordernissen, seiner Bestimmung und der Stellung, dieihm im bürgerlichen Leben gebührt, gemäß fortcristirenund den Gewerbtrcibcnden hinlängliche Sicherheit fürden Aufwand an Zeit, Studium und an Betriebskapitalgewahren ^ könnte, Die dadurch in sich vernichteteinnere Solidität des Gewerbes Müßte nachtheilig auf denmoralischen Charakter dcS Gcwerbtrcibendcn, auf dieGrundsätze seines Gewerbbetticbes und auf sein Wechscl-verhältniß Mit dem Publikum rückwirkem Nicht gesichertin dem Gesammtbctricbe seines Gewerbes, die durch dieNatur desselben bestimmten Grundsätze und ein auf dieDauer berechnetes System befolgend, sähe er sich hinge?wiesen auf den EiUzclgcwinn, auf den unmittelbaren Ge-winn des Augenblicks, Ohne irgend eine Verpflichtung

widerlegen, da ich gleich Anfangs erklärt t'gbe, keine andere Autorität«IS die Natur der Sache im Fache wissenschaftlicher Untersuchung lm-zcherkcnneii,

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