Sphäre, eine von oben hcrabgchcndc Staatskontrolle, ei-nen Staatspolizeizwang nebst allen damit verbundenenVcrazioncn gegenüber. Den inner» Bildungstrieb derGewerbe, — aus eigener Kraft seine eigenen Formen,seine eigenen Schranken, sein inneres Bildungsgesetz, durchdie das Einzelne im Einklang mit dem Ganzen sich be-wegt, schaffend, — übersieht man. Einen solchen inner«Bildungstrieb tragt alles, was dem menschlichen Lebenangehört, in sich, alles sieht sich in Beziehung zu einemGanzen einem solchen Bildungsgcsetz unterworfen, undselbst in seinen höchsten und heiligsten Bestrebungen vonsolchen Schranken umfaßt. Und die Gewerbe allein soll-ten hievon eine Ausnahme machen? Nur sic allein soll-ten ohne Beziehung zu einem Ganzen, ohne inneres, dasgewerbliche Leben in seinen Bewegungen regelnde Bil-diingsgcsctz, ohne äußere, sic in bestimmte Formen aus-pragcnde, sie in bestimmte Kreise gliedernde Schrankenseyn? Einzeln sollten sie im Leben dastehen, unbedingteDienerinnen menschlicher Selbstsucht, gesetzlos aufgeregtvom Egoismus, und gegenseitig ihn granzenlos aufre-gend ?!!
Wohl ist Freiheit ein schöner Name, aber Freiheitist nur Frucht geregelter Ordnung. Nie kann FreiheitGrundlage des Lebens werden, und die bürgerliche Lrd-nung auf die bürgerliche Freiheit gründen, heißt dieNatur der Dinge umkchrcn. Aber alle Ordnung (Orga-nisazion) des Lebens ringt sich selbst nach Freiheit, unddie bürgerliche Freiheit ist die schönste Blüthc bürgerli-cher Ordnung.
Nicht daher gegen, sondern für die Freiheit kämpfendsind wir ausgetreten gegen ein System, das tauschendmit dem Scheine der Freiheit die höchsten sittlichen undbürgerlichen Gcsammtintercsscn der Menschheit den selhfri-schen Zwecken menschlicher Einzelwesen verkauft.
Wo das Leben in eine gestaltlose Masse selbstischerBcstandtheilc zerrinnt, da kann der innere Bildungstrieb