Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
74
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gebildet haben. Schon früher (S. Nro. Xl. S. z<).)haben wir hierauf aufmerksam gemacht und bemerkt,wie nach der Theorie der Gewerbfreihcitder bestehendeBau des Lebens als etwas Anfälliges, den reinenVernunft-Anschauungen Widersprechendes erscheine undwie eben hieraus die Begierde, einen idealen Zustanddir Menschheit auf eine ideale, nicht aber auf die bestehendeOrdnung der Dinge zu gründen, hervorgchcn müsse."Könnten wir dies besser bestätigen, als durch die eigenenim vorhergehenden Aufsatz ausgestellten Ansichten und Be-hauptungen unsres verehrten Herrn Gegners?!

Um zur vorschwebenden Streitfrage über die durch dieAufhebung der Taren herbeigeführten Nachtheile zurück zukehren, so ist die Erklärung:daß die Theorie nur dannerst Segen und Gedeihen bringen könne, wenn ihre Vor-aussetzungen zutrcffcn und daß nicht aus Beispielen zu ar-gumentircn, die auf einem Zustande beruhen, dessen Nicht-dascyn die Theorie eben voraussetze," wohl eine etwas zuleichte Art, um die unmittelbare Erfahrung, die man bisdahin für den einigen Prüfstein jeder Theorie gehalten hat,von der Hand zu weisen. Wenn in der Theorie wirklichetwas so wahrhaft segenvolles und gedeihliches liegt, somuß sich das auch jetzt schon, wenn auch nur in seinemKejme zeigen, ohncrachtet alle ihre Postulate noch nicht er-füllt sind und erfüllt senn können. Eristirt auch der Junft-verband hier und da noch faktisch fort, so muß doch schondie gesetzliche Auflösung desselben, so wie die Aufhebungder Taren einen Zustand erzeugt haben, in welchen wenig-stens das Auge des Beobachters die Keime einer neuen sc-genövollcrn und gedeihlicher» Entwickelung unsers gewerb-lichen Lebens sehen kann. Ist dies aber wirklich der Fall?Wo zeigen sich diese Keime und welcher Art sind sie? Undsehen wir selbst in den Ländern, wo, wie z. V. in England,die Theorie der Gcwcrbefreiheit theilweise und unter ganzandern, dieselbe im höchsten Garde begünstigenden örtlichen,nazionalcn und politischen Verhältnissen schon seit langem

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