Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
54
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zur Idee des Volkes und des Staates wir Nazionalwirth-schaft nennen. Eine die Individualität des Staats darstel-lende und gestaltende Organisazion kann daher nur einenazionalwirthschaftlichc seyn, und indem wir von Grund-sätzen ausgchen, die alle Möglichkeit einer nazionalwirth-schaftlichen Organisazivn von vorn herein vernichten, hakenwir uns selbst in die Unmöglichkeit versetzt, den Bau unsersmoralischen und politische» Lebens aus etwas anders alsauf die herrschenden Jeitsystemc und Zcitthorheiten zugründen.

Wenn eure Staaten, eure Verfassungen etwas wirk-liches seyn, wenn sie im Leben als etwas lebendes und Le-ben erregendes bestehen und in ihm cingressen sollen, somüssen sie eine, in der Wirklichkeit, in dem wirklichen Da-scyn dcS Menschengeschlechts begründete Grundlage, einenfesten, in der Wirklichkeit dastehenden, in sich ein innresLcbcnsgrsetz tragenden Körperbau (LrganiSmus), und eineSeele, einen das Ganze bewegenden, das Ganze durchdrin-genden und verbindenden Geist, haben: dies sind Bedin-gungen, die, als in der Natur des Seyns und dcS Lebensgegeben, dem Bewußtseyn jedes Menschen, als keines Be-weises bedürftig, vorschweben.

So besaßen die Staaten und Verfassungen des Altcr-thums eine Grundlage, einen feste» Körperbau und einLebensprinzip; auf die Natur, auf die Eigenthümlichkeitund die Sitten der Völker gegründet, fanden sie in dercigcnthümlichen Gestaltung des nazionalcn Lebens ihrenfesten Körperbau und ihr innres LcbenSgcsetz, und die Re-ligion wie die religiöse Vaterlandsliebe ward die, dasGanze durchdringende, verbindende und begeisteude, Seele.Worauf aber könntet Ihr eure, nach allgemeinen Vernunft-Prinzipien zugcschnittcnc Staaten und Verfassungen, alsetwas eigenthümlich im Leben bestehendes, begründen?