Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
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durch die göttliche Wcltorduung verliehenen Grundlagen,sondern auf die subjektiven Vcrstandcsanschaunngcn derMenschen, blos modifizirt durch die natürlichen undbestehenden Verhältnisse der Staaten und Völker, zugründen.

So entstanden die Konstituzioncn unsrer Zeit, todte,nach künstlichen Berechnungen zusammengezimmcrtc Staats-mcchanismen, die nicht aus dein innern Leben des Volkesoder des Staats hervorgegangen, nicht auf dasselbe ruhend,von jedem Wechsel der Jeitansichtcn und der Icitsystcmeabhängig sind. Nicht aus der Individualität des Lebenshervorgehend, nicht ein individuelles Leben gestaltend,nicht die Individualität der Völker und Staaten darzustel-len vermögend, sind die Verfassungen eine Art vom Modc-schnitt abhängiger Staatskleidungcn geworden, wo die ver-schiedenartigsten Völker und die verschiedenartigsten Staa-ten sich mit geringen Veränderungen in ein und dieselbeKonstituzion uniformen, sich die Verfassungen wie einepolitische Musteruniform gegenseitig zuscndcn, und mitdem Wechsel der Mode auch das Auster wechseln.

So haben wir gesehen, wie oft in dem kurzen Zeit-raum von ZO Jahren die konstituzioncllcn Moden ihrenSchnitt gewechselt; bald war cs die englische konstituzion,bald die Konstituzion von yi, bald die von yz, bald eineder napolconischen, bald die franz. Charte, und bald dieder spanischen Kortes, die an der Mode war, und dashöchste und heiligste Bildungswerk des Menschen ward sozum Spiel der Modethorheiten unsers Zeitalters herabgc-würdigt.

Worin liegt aber der Grund dieser unseligen Zeitvcr-irrung? In dem Mangel eines die Individualität desLebens und des Staats begründenden und bildenden (mitandern Worten eines nazionalwirthschaftlichcn) Prinzips.Die Grundlage der Individualität der Völker und Staatenliegt in der Eigcnthümlichkeit ihres Wcchsclvcrhältnisscsmit der Natur, dessen Entwickelung in ihrer Beziehung