Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
47
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Prinzip des wirklichen Lebens und aller Wechselver-haltnisse des Menschen mit der Natur macht?

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Alles Leben geht aus der Wechselwirkung bestimm-ter, nach einem bestimmten Gesetz mit einander in Wech-selbeziehung stehender, Verschiedenheiten oder Gegensätzehervor. Nur das bestimmt (cigenthümlich) von einandergeschiedene, nur das in einem bestimmten Gegensatz ge-gen das.andre stehende, kann mit diesem in Wechselwir-kung stehen; nur das in Wechselwirkung mit einanderstehende kann in sich Leben -erzeugen. Das in sich gleich-förmige und gleichgeartcte ist auch das in sich todte, undAufhebung des innern Gegensatzes ist Aufhebung derWechselwirkung, Vernichtung des LebenSprinzips. EineVerbindung lebenerzeugender Wechselwirkungen zu einemGanzen nennen wir Organismus. In einem Organis-mus haben sich verschiedenartige Elemente unter verschie-denartiger Form mit einander zu bestimmter Wechselbe-ziehung gesetzt, und durch Beziehung und Verbindungzu einem Ganzen in ihren Wechselwirkungen ein bestimm-tes Gesetz gebracht; mit andern Worten, ein Organis-mus besteht aus organischen, in Wesen und Form vonrinander geschiedenen, mit einander in Wechselwirkungstehenden und in einem höher» Ganzen verbundenen Ge-gensätzen. So wie aber das Gesetz, unter dem diese Ge-gensätze in Wechselwirkung stehen, verletzt wird, so wirdder Organismus, als solcher, aufgclösct (desorganisirt),und wie die Verschiedenheit seiner organischen Gegensätzeaufgehoben wird, wird er selbst in den Bedingungen sei-nes organischen Seyns und Lebens vernichtet.

Wie der menschliche oder thicrische Organismus nuraus und durch eine Masse organischer Verschiedenheitenund Gegensätze (z. B. Knochen, Fleisch, Blut, Haut,Darm, Muskel, Nerve, Magen, Leber, Lunge, Ge-