bekommt die Familie eine charakteristische Gestaltung —durch ihre wirthschaft liehen Verhältnisse, durch ihr Ge-werbe. Dieses eigcnthümliche Bildungsprinzip der Urformdes Lebens zeigt sich gleich wirksam durch die ganze fol-gende Stufcnbildung. Die Gemeinden und Körperschaftenwaren gewerbliche Organisazionen; die Stande gewerblicheorganische Systeme; der Staat selbst ein großer gewerbli-cher Organismus. Und nicht bloS bei den Urstaaten unddenen des Altcrthums ist dies der Fall, sondern bis aufdem gegenwärtigen Augenblick. Was wir die geschicht-lich bestehende Ordnung nennen, der ganze Baudes Lebens, so wie er sich in der Geschichte bis zu unsrerZeit gebildet und geordnet hat und was jetzt als das Be-stehende vor uns steht, was ist es anders, als ein Pro-dukt einer ursprünglichen gewerblichen Organisazion, undnoch ein, freilich im Zustande der Auflösung befindlicher,gewerblicher Organismus?! Nehmt dem Bau des Lebens,der bestehenden Ordnung, ihre gewerbliche, nazionalwirth-schaftlichc Bedeutung, und sie liegt vor euch, wie ein un-auflösliches Rathsel, wie ein Produkt der Willkühr unddes Zufalls. Eben hierin aber ist der Haupt-grund aller revoluzivnarcn Bewegungen die-ser Zeit zu suchen. Ein in abstrakter Spcku-lazion verlornes, aller Naturanschauung'desmenschlichen Lebens entbehrendes, Zeitalterhat den Schlüssel verloren, sich den bestehen-den Baumes Lebens, seine Grundlagen, seineBestimmung und seine innre Nothw cnd igkeitzu deuten. Derselbe erscheint ihm als etwasZufälliges, den reinen V ernu n f ta nscha u-ungen widersprechendes, welches er zu zerstö-ren und seinen idealen Anschauungen anzu-passen, mitandern Worten, in das Procustcs-bettc herrschender Zcitsysteme zu spannensuch t. Die Begierde, einen idealen Zustand der Mensch-heit auf eine ideale, nicht aber auf die bestehende Ordnung
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