antwortung folgender Fragen zu einer des Nachdenkensjedes deutschen Nazionalwirths würdigen Aufgabe mache» :Wie ist das deutsche Linnengewcrbc in sich selbstzu vervollkommnen? Wie ihm die höchst mögliche techni-sche Vollendung zu geben, ohne seinen cigcnthümlichcnCharakter aufzuopsern? —
Zum Schluß noch
Einige national wirth sch aftlichcBcmcrkun gen.
Was das deutsche Weib vor dem anderer Völkerschmückt, ist Wirthschaftlichkeit. Andere Vorzügeund Gaben des Geistes, wie der Natur, mögen dieWeiber anderer Völker zieren; was aber der wirthschaft-liche Sinn der deutschen Hausfrau schafft und treibt, dasweiß nur der Deutsche. Worin liegt aber der Grunddieses eigenthümlichcn Vorzugs?— Einzig und allein inder ursprünglichen Organisation unserer altdeutschen Haus-wirthschaft, wie sie sich in ihren Grundzügen, in unser»ländlichen und bäuerlichen Haushaltungen noch erhaltenhat. Hier ward dem Weibe ein cigenthümlicher, umfas-sender, seiner Natur und Bestimmung angemessener wirth-schafrlicher Wirkungskreis angewiesen, in welchem eSselbstständig schaffen und wirken konnte. Wie bei demeinzelnen Menschen die innere Natur durch die äußernLebcnSverhaltiiisse gebildet und zum Charakter «ausgeprägtwird, so wird der Nazionalcharakter der Völker durchdie allgemeinen nazionalen Verhältnisse und Formen desLebens ausgcbildct. DaS deutsche Weib ward durch dieeigcnthümliche Form der altdeutschen HauSwirthschaftcnin ein großes nazionaleS LcbenSverhältniß versetzt, undfand einen umfassenden wirihschaftlichen Wirkungskreis,in welchen es seine weibliche Natur entfalten konnte: sobildete sich in ihm der Sinn für Wirthschaftlichkeit, undvon Mutter aus die Tochter vererbend, und in dem gro-ßen fortbestehcnden Nazivnalverhältniß fortwirkend, —der weibliche deutsche Naz i o n a l ch a kO k tc r.Schon bei den ältesten Deutschen genoß daher das Weib