Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
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bens gcwurzelt, und eben hierin beruht sein Vorzug,durch den es bis dahin in dem Kampf mit der Industrieüberlegener Nachbarn stets obgcsicgt hat. Ob cs dieser?Vorzug noch ferner behaupten wird, wenn cs sich seineseigenthümlichcn Charakters bcgiebt? Wenn wir unsereVorthcile aus den Händen geben und den Feind aus glei-chem Boden mit gleichen von ihm gewählten Waffenbekämpfen? Maschinen können alle Völker habenund andere Völker mögen uns leicht den Preis darinabgewinncn, das deutsche Linncngcwcrbe aber als etwasCigenthümlichcs wird auch stets einen eigenthümlichcnVorzug behaupten, und als etwas in sich Gediegenesund Lebenskräftiges auf die Dauer über das den Keimseines Verderbens in sich tragende Maschinenwesen ob-siegen.

Unsere Zeit ist gewohnt, das Bestehende zu verän-dern und etwas Neues an die Stelle des Alten zu setzen,ohne sich die Mühe zu geben, in den Geist und dasWesen alter Einrichtungen cinzudringcn, und zu unter-suchen, in wie fern durch sie der Zweck der neuen Ein-richtung zu erreichen sey, oder gar höhere Zwecke schonerreicht worden. Unsere Zeit verkennt durchaus das Ent-wickclungSprinzip der Dinge, die Kraft, sich in sichselbst auszubildcn, sich in sich selbst zu vervollkomm-nen, die in allen Formen des menschlichen Lebens ruht;darum kann sic sich nur in einem ununterbrochenen Re-volutioniren, ohne irgend einen festen Halt zu finden,sortbcwegen. Laßt uns wenigstens hier nicht dieser Zeit-vcrirrung folgen und ein höchst verderbliches Maschincn-und Fabrikwesen an die Stelle einer höchst wohlthätigcnHaus - und nationalwirthschaftlichcn Gewerbsamkeit setzen. Napoleon setzte einst den Preis von einer Million Fr.auf die Erfindung einer Flachsspinnmaschinc. Diese Preis-aufgabc war würdig des Herz- und gcmüthlosen, dieMenschheit selbst zu einer ihm dienstbaren Maschine her-abwürdigcnden Tyrannen. Wir dagegen würden die Be-