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mum (Höchstes), sondern ein Medium (Mittleres) fcst-stellcn.
Dies ist überhaupt der Gesichtspunkt, aus dem fastalle Taren*) zu betrachten sind; ich kann hirfür zwarweder eine gelehrte, noch eine gesetzliche Autorität anfüh-ren, glaube aber die in Sachen der Vernunft einzig ent-scheidende Autorität, die Natur der Sache selbst, für michzu haben.
Bei bcr Festsetzung aller Taren wurde eben so ver-fahren, wie bei der Arzncitarc, überall wurden solche mitgenauer Erwägung der haaren Auslagen und des zurbü r gc r l i che n Er i st c nz des G e w c r bt r c i b c n d c nnoth wendigen Vorthcils, entworfen. Der Staatoder die Gemeinde trat hier ihrer Stellung gemäß als ver-mittelnde Macht auf, das Interesse des allgemeinen Pu-blikums mit dem der wichtigsten Klassen des eigentlichenVürgcrstandcs ausglcichend und in dem Konflikt zahlloser,sich wechselseitig bekämpfender, Privatintcrcssen das In-teresse des Ganzen wahrend. Ein Marimum dagegen inden Taren fesizusctze», dazu hatte der Staat nicht einmaldas Recht, da solches schon an sich eine offenbare, denKäufer auf Kosten des Verkäufers begünstigende, Unge-rechtigkeit wäre; und die Art, wie die Taren entworfenwurden oder wenigstens entworfen werden sollten, wider-spricht dem geradezu und auf das bestimmteste, daß diesje Ansicht der Gesetzgebung gewesen.
In wie fern übrigens die Taren ihren Zweck erreich-ten oder nicht, gehört hier, wo es bloß auf Feststellungdes positiven Gesichtspunkts der Gesetzgebung bei Entwcr-fung derselben ankommt, nicht zur Sache. Merkwürdigaber bleibt die preußische Arzneitare, und die dadurch imSystem der Gesetzgebung begründete Ausnahme in. hohen
*) Das ärztliche Wirken, wie ras Produkt jedes hbßcrn aeistigen Wir-kens, läßt sich aar nicht tariren, daher ist die ärztliche Taxe nur alsein gesetzlicher Maasstab, nicht als eine wirkliche Taxe zu betrachten.Dasselbe ist bei der Taxe der Advokaten der Fall.