57
»G e mein de - Haushalt grosser Städte« ausge-sprochen ha t.“
Die Gemeinden zahlen mit den Armen 2' Thlr. 10 Sgr.,also die Hälfte von 4 Thlr. 20 Sgr., welche dieUnterthanen an den Staat zahlen.
Das Oberpräsidium Coblenz enthält 2 Mil], 213,000 See-len, also mehr als Würtemberg oder Sachsen oder Hanover.
Die Gemeinden im Oberpräsidium Coblenz betragen 763Bürgermeistereien. Also jede Bürgermeisterei 2900 Seelen.
Eine solche Bürgermeisterei beherrscht sichdurch ihre eigene Schwere.
Freilich betragen die Städte immer viel mehr.
Coln hat 64,000 Seelen.
Aachen 35,000.
Düsseldorf 30,000.
Elberfeld 30,000-
Barmen 24,000.
'Trier 14,000-
Coblenz 12,000-
Aber in den Städten wohnet nur immer ein Viertel, stattdass drei Viertel auf dem Lande wohnen. Besonders istdies am Rheine der Fall, wo wir im Regierungsbezirk Düs-seldorf 7000 Menschen auf der Quadratmeile haben.
Aber wenn die Deputirten auf dem Reichstage zusam-men kommen, so stellt sich die Sache ganz anders.
Diese Deputirten haben nur vom Steuer-wesen eine sehr oberflächliche Idee.
Ich habe mich ungefähr 16 Jahre mit dem Steuerwesenbeschäftigt. Aber ich muss noch 2 Jahre mich damit be-schäftigen, ehe ich einen voüsändigen Lehr-Cursus allerpreussischen Steuern geben kann.
Wie viele Deputirten haben Sinn dafür? Vielleicht unter100 Deputirten keine drei oder vier.