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Schamo —
Fliißsystem. Die Products sind die gleichen des übri-!gen Arabiens. Die Bewohner (über 7. Bkill.) Hängen smeist noch an der alten vormohaininedanischen Reli-gion (SonnencnltuS). Hauptstadt: Hayel. Drouke.
Schamo (Shamo, chines. so v. v. Sandmeer), sov. w. Gobi (s. d.).
Schampflanze, die Pflanzengatt. Llimooa, des.Ll. puclioa.
Schams (Valkis soxamnisnsis, italicn.Sessame,von den 5 Bächen n. dem Rhein, die das Thal be-wässern), Kreis u. Thal (Schaniserthal) im BezirkeHinterrhein des schweizer. Kantons Graubünden, er-streckt sich von der Öffnung der Via mala bei Thnsiszu beiden Seiten des Hinterrheins aufwärts bis zurRosfla-Schlncht, ist etwa 18 lcm lang u. hat grüneMattenu. in 14 Gemeinden 1980 romanisch redende,resormirte Einwohner, welche sich von Viehzucht,Alpenwirthschaft, Land- n. Bergbau ernähren. Im13. Jahrh. besaßen die Freiherren von Vaz S. alsbischöfliches Lehn; von diesen kam es an dieGrafenvon Werdenberg, dann 1456 an den Bischof von
Chnr,vondemsichdie Einwohner sreikanften.H-BcrnS.
Schamtheile, die äußeren Geschlechtsorgane.
Schamyl, Ben Mohammed S. Efendi, geb.1797 im Aul Himry im nördl. Daghestan, zeichnetesich schon in früher Jugend durch ein ernstes ver-schlossenes Wesen, lebhaften Geist u. einen gebiete-rischen Charakter wie durch eine große körperlicheGewandtheit ans, stndirte unter dem Propheten KasiMollah und führte dessen Lehre, eine Erneuerungdes Sufismus (vergl. Miiridismus), als Mnrschid(Geistlicher) in Himry unter den Völkern Daghe-stans praktisch ein. Als der Krieg der kaukasischenVölker 1824 gegen die Russen unter Jermolow ans-brach, schloß sich S. mit Kasi Mollah dem Aufstandan, warf sich mit diesem in dieBergfestnng vonHimryn. entging hier bei dem Sturm der Russen 18. Oct.1831 allein dem Tode. 1834 stellte er sich selbst andie Spitze der Kaukasus-Völker, die zu einheitlichemHandeln zu bringen seinem überlegenen Geiste alleingelang, u. führte, bes.seit 1839, denKrieg gegen dieRussen mit wechselndem Glucke, bis er, von allenSeiten zurückgedrängt, sich 6. Scptbr. 1859 in derBergfestnng Ghunib dem General Barjatinski über-geben mußte (vgl. Kankasien, S. 322). Ehrenvollausgenommen, wurde er in Kalnga internirt, 1870ihm eine Wallfahrt nach Mekka erlaubt; Ans. 1871starb er in Medina. S-s ritterlicher n. gerader Cha-rakter neben seinen hervorragenden Geistesgaben istallerseits anerkannt, wenn gleich seine Bestrebungen,im Kaukasus ein islamisches Reich zu gründen, ge-scheitert sind. Einer seiner Söhne fiel früh in russ.Gefangenschaft und wurde ans Kosten des KaisersNikolaus zum Offizier herangebildet; ein andererbetheiligte sich 1878 an dem Aufstand in Kankasien.
Schan, s. Shan. fThi-l-mamr.
Schanameh (Schahnamch), s. n. Firdnsi.
Schandau, Stadt in der königlich sächs. Kreis-hanptmannschaft Dresden, an der Mündung derKirnitzsch in die Elbe (rechtes Ufer), Bahnstationam linken Elbnfer, Verbindung mit der Stadt durchPersonendampsschiffchen, im Mittelpunkt der Säch-sischen Schweiz; Hanptzollaint, zwei Dampsschncide-mühlen, 3 Schiffbauanstalten, Elbschifffahrt, Handelmit Sandsteinen, Flößholz und Getreide; besuchteseisenhaltiges Mineralbad mit Badehaus und schö-
Schanghai.
neu Anlagen; neue Elbbrücke; 1875: 3111 Einw.S. ist Geburtsort des Orientalisten Fleischer. Vgl.Der Kurort S., Schand. 1876. H- Berns.
Schänden, einer Person od. Sache Schaden zn-sügen, sie körperlich verletzen, verunstalten; bes. aberzur Befriedigung der Wollust mißbrauchen, sittlichverletzen, entehren; daher Schändung, so v. w.Nothzncht, s. d.
Schandpfahl (Schandsäule), so v. w. Pranger.
Schandschrift, so v. w. Pasquill.
Schangrrlla (Schankala) nennt der christlicheAbessinier die heidnischen Neger im Allgemeinen, ge-nauer werden damit die Bewohner der waldigen n.sumpfigen Flachländer Abessiniens am Takazza undAtbara, welche das Dalla sprechen, bezeichnet. Dieethnographische Classification dieses ziemlich unbe-deutenden Volkes ist noch nicht abgeschlossen; bisherwarf man dasselbe zu den Nubas. S. Munzinger,Ostafrikan. Studien, Schafsh. 1864. Soyaux.
Schanghai(Shanghais,Stadtinderchines.Prov.Kiangsn, in einer reich bewässerten fruchtbaren Ebenean dem für Seeschiffe schiffbaren Wiisuug, der sichin den Jantsekiaug kurz vor dessen Mündung ergießt,18 Icm von dem Meere entfernt gelegen, seit der Er-öffnung für den auswärtigen Handel im Jahre 1842der bedeutendste Handelsplatz Chinas mit einer zwi-schen 250,000-300,000 geschätzten Ew.-Zahl. Siezerfällt in die Chinesenstadt mit engen, schmutzigenStraßen, von einer Mauer abgeschlossen u. von weitausgedehnten Vorstädten umgeben, und das neue,von den Ausländern bewohnte Viertel, ganz auf eu-ropäische Art gebaut, mit breiten, schönen Straßenu. Gebäuden, Gasbeleuchtung, nördl. von der Chi-nesenstadt längs des Flusses yingestreckt, in dem je-doch auch zwischen 80,000—100,000 Chinesen woh-nen. S. ist, begünstigt durch seine Lage n. Verbind-ungen mit einem ausgedehnten Kanalnetz, der Sitzeines ausgedehnten Binnenhandels, sowie der Sta-pelplatz für die Ausfuhr der Producte des mittlerenChina, und für die Einfuhr der europäischen Maa-ren dahin. Das Hanptansfnhrproduct ist Seide,dann folgt Thee (worin jedoch Hankhen rivalisirt),ferner Baumwolle, Moschus, Rhabarber, das derEinfuhr Opium, ferner Banmwollenfabrikate, Eisen,Nähnadeln (fast ausschließlich ans Deutschland),Zündhölzer (ans Schweden), Waffen; der Gesammt-werth der Ein- u. Ausfuhr betrug (1876) 76 Mill.Taels ^ 509 Mill. Ll. Die Zahl der hier ansäs-sigen fremden Firmen beträgt 100, die der Auslän-der 1950, worunter 171 deutsche (nach anderen Be-richten 6000), die sämmtlich in dcr europäischen Stadtunter der Jurisdiction ihrer Consnln wohnen. Dortbefinden sich auch die zahlreichen Seevcrsicherungs-(46) n. Fenerversichernngs- u. Handelsgesellschaftenu. Banken, worunter auch chinesische, sowie zahlreichechinesische Firmen. S. ist Sitz von Consnln allereuropäischen Mächte u. NÄmerikas, sowie des engl,obersten Gerichtshofes für China ».Japan (eines Ap-pellationsgerichtes gegen dieUrtheile der Consnln beiEngländerbetr. Streitigkeiten). VonhierregelmäßigiDainpserverbindnng mitJapan, Indien, Ägypten u.Europa (s. Dampfschifffahrt); ebenso telegraph. Ver-bindung mitJapan u. über Hongkong nach Europa.Da eine Sandbank an der Mündung des Wusnngdie Schifffahrt erschwert, so wurde 1876 eine Eisen-bahn von S. nach dem 16 Am entfernten Kusteuort