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Schcillstübe
Halle 1846; Die Phrenologie nach ihren Grundzü-gen u. ihrem Wcrthe, Lpz. 1851; Leib n. Seele, 3.Lufl. Weimar 1858; Psychologie, ebdenda. 1860. 5)Eduard, österreichischer Geschichtsmaler, geb. 1302in Wien, st. ebenda 2. Februar 18-18, Sohn vonS. 1); erhielt den ersten Knnstunterricht von seinemVater, besuchte dann die Akademie seiner Vaterstadt,gehörte dem Bunde junger Künstler an, die derveralteten Füger-Antike die christliche Romantik ge-genllberstellten, ward dann Zeichnungslehrer beimFürsten Auersperg u. malte 1826 sein erstes Bild:Christus und die beiden Jünger in Emaus. 1831ging er nach Rom u. Neapel, 1832 nach München,von wo er l 836 nach Wien zurückkehrte u. bis anseinenTodinungünstigenVerhältnissenlebte. Werke:die Begegnung dreier Engel; Moses, ans Sinai dieGesetztafeln empfangend; ein Jäger vor der wildenJagd in die Arme eines Einsiedlers flüchtend; derhl. Lorenz, Almosen anstheilend; Kreuzigung Christi;Abraham von den Engeln bewirthet; Richard Löwen-herz n.BlondelanfdemDürrensteinrc. 2 >s)s> Regne:.
Schallstäbe, von Eberbach erfundene Vorkehr-ung, die Thnrmglockenzu ersetzen, rein auSgeschmie-dete, in einem Winkel von 68" gebogene, geschliffeneu. mit einem Henkel versehene Metallstäbe, die andiesem unbeweglich in einem Gerüste befestigt sindn. mit Holzhämmern geschlagen werden.
Schalltrichter (Schallstück, Stürze), das untere,trichterähnliche Ende mehrerer Blasinstrumente, daszur Verstärkung des Tones dient.
Schallum, Sallum, König in Israel; Sohndes Jabes, ermordete den König Sacharja von Is-rael 756 v. Chr., wurde aber nach einmonatlicherNegierung wiedervonMenahemums Leben gebracht.
Schalm,so v. w. Latsche.
Schalmei (lat. Lalamns, sranz. Llialninsan),ein altes, zuerst aus Baumrinde, später aus Rohru. dann ans Holz gefertigtes Hirteninstrument, wor-aus die Rohrblasinstrumente hervorgingen. Sie be-steht aus einer zwei Fuß langen, in einen Schall-becher anslaufenden Röhre mit sechs Tonlöchern u.1—2 Klappen; hat einen Umfang von 2H Octavenu. gibt einen grellen, schreienden Ton, der jedoch imFreien gemildert erscheint. Die S. war schon denRömern bekannt, fand im Mittelalter bes. bei denSpielleuteu u. Stadtpfcifern Aufnahme, ist aber jetztnur noch in manchen Gebirgsgegenden u. bei herum-ziehendcn italienischen Hirten zu treffen. Sicbenrock.
Schalotten(Chalotten,Eschlauch),LUinm ssoa-lonioum D., eßbare Zwiebeln, in mehreren Sortencultivirt. Die gewöhnlichen S. haben kleinere,längliche, rothgelbe, nicht so haltbare Zwiebeln, alsdie einträglicheren, aber nicht so sein schmeckendendänischen od. russischen S. mit runderen, festen,braunrothen Zwiebeln. Die S. gedeihen am bestenin einem nicht zu schweren, lockeren, kräftigen, hu-musreichen, aber nicht frisch gedüngten Gartenboden,werden durch Steckzwiebeln, welche im Herbste oderzeitig im Frühjahr nicht zu tief gelegt werden, fort-gepflanzt, nach dem Absterben ans der Erde genom-men, gut getrocknet n. dann an einem trockenen, kllh-lenOrte ausbewahrt; die dänischenS. lassen sich auchdurch Samen fortpflanzen. Wolde.
Schälpflug, ein-bis dreischariger Pflug ohneSech- n. Streichbrett zum Abschälcn von Stoppeln«. Grasnarben auf 6,5—8 cm Tiefe. Zweck desSchä-
- Schammar.
lens ist: Abschneiden derWurzeln ».Unkräuter, ober-flächliches Lockern des Bodens, wodurch derselbe derAtmosphäre erschlossen wird n. die schnelle Bearbeit-ung desselben während der sich häufenden Erntcar-beiten. In neuerer Zeit wird der S. vielfach durchein am gewöhnlichen Pfluge angebrachtes Vorschar(Schälschar) ersetzt.
Schälstein, so v. w. Wollastonit.
Schaltjahr. Das Mondjahr, nach welchem dieInden rechneten, zählte 351 Tage 8 St. 18 Min.38 Secunden. Um daher die Differenz gegenüberdem Sonnenjahr auszugleichen, fügten die Judenin jedes dritte Jahr einen Schaltmonat ein. Vgl.Bendavid, Zur Berechnung u. Gesch. des jüd. Ka-lenders, Berl. 1817, u. Jdeler, Chronol. 1,190.
Schaltmonat, s. Schaltjahr.
Schalttag heißt der nach dem Jnlianischen Ka-lender alle vier Jahre einzuschaltende Tag, wodurchdie Jahreslänge auf 365^ Tag angenommen wird.Der Gregorianische Kalender behielt diese Anordnungbei, jedoch mit der Bestimmung, daß der S. ansden Säcularjahren, deren Jahrhunderte nicht durchItheilbar sind,behufsSonncngleichnng inderEpak-tenrechnnng,ansznlassensei(Metcmptose). Vgl. Jahrund Kalender.
Schaluppe (Schluppe; sranz. ellaloups, engl,sloop), heißt sowol ein einmastiges Seefahrzeug (bes.Küstenfahrzeuge) von 20—40 Tonnen, als auch einzu einem Schiffe gehöriges, aus See meist an derSeite des Schiffes befestigtes, großes Boot. Bewaff-nete S-n (Kanonen-S-n), welche auf dem Vorder-theile eine Kanone führen, wurden ehemalsznrHasen-u.Kllstenbedecknngbenutzt, sind aberseitEinsührungder Dampfkanonenboote fast ans allen Marinen ver-drängt.
Schälivald, Niederwald, mit Rindennntzung;vgl. die Art. Forstwirthschaft, Eiche, Lohrinde.
Schaltvar (pers.),Unterhosen: türk. Pluderhosen,weite Überhosen.
Schamaiten, so v. w. Samogitien. DaherSchamaitische Sprache, ein Dialekt der Litaui-schen Sprache.
Schamane (sanskr.Hramana, im Pali Samana,so v. w. Tngenderstreber) ist Gattungsname der allePriesterweihen empfangen habenden buddhistischenMönche. Bei uns nennt man S-n die Geisterbe-schwörer der im rohesten Heidenthum befangenenNAsiaten, vo» den Tundren der Samojeden bisKamtschatka, n. insofern hat das Wort entweder miß-bräuchliche Anwendung erhalten od. ist vielleicht ganzanderen Ursprungs u. mit dem indischen Worte nurzufällig gleichlautend, wenigstens heißt sumalzanrbei den Samojeden so v. w.Zauberei treiben. Scho».
Schambein, s. Becken.
Schambogen (^.rons xubis), der Winkel, derbeim Weibe durch die beiden absteigenden Schambein-äste gebildet wird; beim Mann ist derselbe spitzer undwird als ^ngulus pubio bezeichnet. Der S. hat beiderGeburtshilfe deshalb eine Bedeutung, weil er zumgrößten Theil den knöchernen Beckenausgang bildet.
Schammar (Schomer) Sultanat im nördl. Ara-bien, im S. an Nadsched, im W., N. u. O. an die türk.Besitzungen angrenzend; besteht aus mehreren sehrfruchtbaren Oasen, die von Sand- u. Steinwüstc»umgeben sind; dasLand ist einPlateau mit mehrerenGebirgen (Dschebsl Adscha, Dsch. Solma), aber ohne