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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Schafarik Schäfer.

oder auf einer Tenne, od. auf einem reinen, trocke-nen Rasenplatze vorgenommeu. DerWollcrtrag derS-e ist sehr verschieden; einMerino-S. gibt 11,g,ein Land-S. 13, ein Marsch-S. 2 4 KZ Wolle.Entweder werden nur die ansgcmerzten Thiere ge-mästet, oder man hält nnr große Thiere, hauptsäch-lich Hammel. Die Mast ist entweder Weide- oderStallmast. Die Weidemast ist wohlfeiler als dieStallmast; am vortheilhaftestcn mästet man die S-eans der Weide an und füttert sie durch Zusatz vonKraftfutter fett. Bei dem Steigen der Flcischpreiseii. dem Sinken der Preise der feinen Wolle versuchtinan in neuester Zeit mit der Erzeugung einer mit-telfcinen Wolle so viel als thnnlich die Productionvon Fleisch zu verbinden. DieZncht u.Haltnng vonFleisch-S-n hat sich auch überall da bewährt, wofeinwolliges S-Vieh entweder nicht an seiner Stelleist od. nicht angemessen rentirt. Die Hauptsache, aufwelche es bei der Zucht von Fleisch-S-en ankommt,ist frühzeitige vollkommene Ausbildung u. guteVer-Iverthnng des Futters. DieseAnsprüche erfüllen ammeisten die engl. S-racen oder deren KreuzungsProducts mit Laud-S-cn. Den S-bestand der gamzen Erde schätzt inan auf 480500 Mill., u. zwar:

SpinnenFrankreichOesterreich-UngarnDeutschland .

RußlandEnglandItalien 1

Griechenland 1Schweden t '

Dänemark jAustralien .

Capland

Südamerika. La PlataNordamerika.CentralamerikaNordafrika, Persien rc.Ostindien. China ic.

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>1872,

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22.054.00024,598.04020,IÜS.S902t.SNg.400

48.152.000S2,2ö2,S70

18,VS0,000

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05.000. 0000,080.000

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55.000. 008

Bgl. Europa S.604, Deutschland S. 290, Nordamerikanische Uuionsstaaien S. 549. Die Produc-tion an Schafwolle in Europa schätzt man (Kolb,Handb. d. Statistik, 8. A. Lpz. 1878) ans 500 bis570 Mill. Pfd. Dazu liefern: Rußland 112 Will.,England 86, Frankreich 76, Deutschland 75, Öster-reich-Ungarn 72, Spanien (nur noch) 55, Italien27Vz, Rumänien 12H^, Schweden u. Norwegen 8 V>.Portugal 6^, Dänemark 4^, Griechenland 4^Mill. Nnn waren aber schon zu Anfang der 1870erJahre in Europa etwa 950 Mill. Pfd. rohe Wolleerforderlich. Die anßercnrop.Production mußte aus-helfen. Diese wird so veranschlagt: Australien 220Mill.Pfd., LaPlata-Länder 200, Ver. Staaten 182,Südafrika 70, Indien 30, zns.über 650 Mill. Pfd.In Len europ. Ländern betrug 1875 die fremde Ein-fuhr, nach Abzug der Wiederausfuhr, etwa 580 Mill.Pfd.; davon verarbeitete Frankreich 246, England175, VelgienlOO, Deulschland75Mill. Literatur:Körte, Das deutsche Mcriuo-S., seine Züchtung rc.,Brcsl. 1862; May, Das S., Bresl. 1868;' vonSchmidt, S-zucht u. Wollkunde, Stuttg. 1872; vonNeitzfchütz, Studien der Entwickelungsgeschichte desS-eS, Danz. 18691875, 3 Thle.; Bohm, Die Szucht,Berl. 18731878; Kraft,DieThierzuchtlchre,Berl. 1876. Farwick. Nholc.

Schafarik(8akurUc), PaulJoseph, czech. Ge-lehrter, geb. l3.Mail795 zuKobeljarowo im nörd-lichen Ungarn; studirte seit 1816 auf dem Lycenm zn

Kasmark, 1815 in Jena Theologie, Philosophie, Ge-schichte n. Naturwissenschaften, wurde 1817 Haus-lehrer eines jungen Edelmanns in Preßburg und1819 Professor der Humaniora u. Director au demGymnasium zu Neusatz, legte aber 1825 die Direc-tion u. 1833 auch die Professur nieder, siedelte dannnach Prag über, wo er seine in Neusatz begonnenenslavischen'Studien mit ebenso viel Erfolg als Eiferfortsetzte; erhielt 1837 das Amt eines Censors, wel-ches er mit großer Milde u. Freisinuigkeit übte, u.wurde 1841 Custos und 1848 Bibliothekar au derUniversitätsbibliothek; seitdem J.1843 redigirte erdie czech. Zeitschrist des Museums; 1860 bildete sichbei ihm einGehirnleid.'u auS, in dessen Folge er sichim Aufalle derSchwermuth in dieFluthen derMol-dau stürzte; er wurde aber gerettet u. darauf zu sei-ner Tochter nach Wien gebracht, wo er 26./27.Juui1861 st. S. wandte sich seiner poetischen Neigunggemäß, ähnlich wie Fr.Palacky, zunächst der Dicht-kunst zu, u. schrieb in jungen Jahren in Käsmark,wo er Lurch ein Buch über die Vorzüge der czech.Sprache auf die nationale Bahn hingclcitet wurde,Gedichte in czech. Sprache, Leutschau 1814; in Jenaübersetzte er Schillers Maria Stuart u. Die Wolkenvon Aristophanes, 1818 verfaßte er zusammen mitFr. Palacky die Gruudzüge der czech. Berskunst, woer dieNcimpoesie verwarf n. die quantitirendeVers-kunst einführte. Seine fruchtbarste Thätigkeit abersollte er ans dem Gebiete der slavischen Literaturge-schichte u. Sprachforschung entwickeln; er schr.: Ge-schichte der Slawischen Sprache u. Literatur, Ofen1826, 2.A. 1869; Untersuchungen über die Abkunftder Slawen, ebd. 1828; Serbische Lesekörner oderhistorisch-kritische Beleuchtung der Serbischen Mund-art, Pest1833; Llorvnnskä vturomtnosti, ebd. 1837(deutsch: SlawischeAlterthümer, von Mosig v. Ahren-feld, herauSgeg. von Wuttke, Lpz. 1842 ff., 2Bds.)fLlcnvansIJ nnroclopis, Prag 1842, 3. A. 1850;Über den Ursprung u. die Heimath des Glagolitis-mus, ebd. 1858; redigirte die Juridisch-politischeTerminologie für die Slawischen Sprachen Öster-reichs (deutsch-böhmisch Wien 1850, deutsch-ruthe-nisch ebd. 1851, deutsch-kroatisch, serbisch u. slawo-nisch, ebd.1853); Deutsch-böhmische wissenschaftlicheTerminologie, Prag 1853; gab heraus: mitFr.Pa-lacky: Die ältesten Denkmäler der Böhm. Sprache,Prag 1840; mit Höfler: Denkmäler der glagoliti-schen Literatur, ebd. 1853; Glagolitische Fragmente,ebd. 1856; nach seinem Tode erschien: Gcsch. dersüdslawischen Literatur, 3 Vde., Prag 1865; Lar-pruv^ sie., eine Sammlung czech. geschriebenerAb-haudlungen geschichtlichen u. sprachwissenschaftlichenInhalts, Prag 1865; u. kamüllcz- äjevnilw pissm-niotvi üUwslovanüv, Prag 1873, wovon die 1. A.1851 erschienen war. Nchring.

Schafberg, ein 1700mhoherBerg indenSalz-kammergut-Alpen, zwischen dcmSt.Wolfgang-,demMond- und dem Atter-See; berühmt wegen seinerFernsicht, deshalb auch der RigiÖsterreichs genannt.

Schäfer, 1) Johann Wilhelm, bedeutenderLiterarhistoriker, geb. 17. Sept. 1809 zu Seehausenbei Bremen; wurde, nachdem er in Leipzig Philologieabsolvirt, 1831 Lehrer an derHauptschule in Bremenn. 1867 Professor. Werke: Grundriß der Geschichteder deutschen Literatur, 12. A. Berl. 1877; Hand-buch der Gesch.der deutschen Literatur, 2. A. Berl.

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