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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Schndrinsk

biet wieder erschloß. Werke: Das Denkmal des Gra-Ifen von der Mark, natürlichen Sohnes FriedrichWilhelms II., in der Dorotheenkirche; Friedrich II.in Stettin; Ziethen u. Seydlitz, Leopold von Dessanauf dem Wilhelmsplatz in Berlin; Blücher in Ro-stock; Taucnzicn in Breslau; Luther in Wittenberg.Auch die Quadriga auf dem Brandenburger Thorein Berlin ist von ihm modellirt. Er schr.: Witten-bergs Denkmäler, Wittenb. 1825; Polyklet, Berlin1834; Nationalphysiognomien, ebd. 1835; Kunst-werke n. Kunstansichten, ebd. 1849. 2) Rudolf,deutscher Bildhauer, Sohn des Vor., geb. 1786 inNom, st. das. 31. Jan. 1822; bildete sich unter sei-nem Vater u. im Verkehr mit Canova n. Thorwald-sen. Die Grundzüge seiner Werke sind Anmuth u.Naivctät in der Haltung, Weichheit des Fleisches u.vollkommene Harmonie der Gesammterscheinnng.Werke: Paris mit dem Apfel; Die Sandalenbinderin;Die Spinnerin; Amor u. ein Mädchen mit Tauben;JohannesderTäufer; Maria mitdemKinde; Diana;Bacchus; Tänzerin; Gruppe von Tänzerinnen;Scheibenwerfer; Castor u. Pollux als Mädchenräu-ber; Achilleus mit dem Leichnam der Penthesilea(von Wolf vollendet). 3) Friedrich Wilhelm v.S.-Godenhausen, Bruder desVor., deutscher Ge-schichtmaler, geb. 6. Dec. 1788 in Berlin, starb 19März 1862 in Düsseldorf; bildete sich des. seit 1810in Nom zum Maler, führte dort mit Cornelius,Overbeck, Veit rc. in dem Hanse Bartoldi die Ge-schichte Josephs ai krsseo ans n.tratdaselbstzumKa-tholicismus über. 1819 nach Berlin znrückgekehrt,wurde er dort Professor an der Akademie und fandbes. für seine Bildnisse, welche sich durch brillanteFarbengebung u. eine schöne, zarte Zeichnung, sowiedurch einen edlen Stil anszeichneten, großen Beifall.Inzwischen hatte er auch mehrere historische Bilderzu fertigen, wie das Bacchanal im Proscenium desneuen Theaters in Berlin, eine Madonna, Christusmit zwei Evangelisten für die Kirche in Schulpforta,die Anbetung der Hirten für die Garnisonkirche inPotsdam, allegorische Bilder für die neue Werder-sche Kirche in Berlin u. die Prinzessin Wilhelminevon Preußen mit ihren Kindern. 1826 wurde ernach Cornelius' Abgang nach München Direktor derKunstakademie in Düsseldorf, wohin ihm der größteTheilseiner Schüler folgte. Eines seiner Hauptwerke,welche er in Düsseldorf ansgeführt, ist ein großesÖlgemälde von zehn klugen u. den thörichten Jung-frauen, jetzt im Städelschen Institut zu Frankfurt a.M.; ferner das durch den Steindruck bekannte Bildder Mignon; HimmelfahrtMariä für die Paulskirchein Aachen; eine Charitas; Christus unter den Pha-risäer»; Christus auf dem Ölberge (Marktkirche inHannover); Llatsr äolorova, (Pfarrkirche Dülmenin Westfalen); Pietas u. Vanitas; Herodias; Fege-seuer u. Hölle. 1844 wurde er in den preußischenAdelsstand erhoben n. nannte sich nach seinem Rit-tergutGodenhansen nun vonS.-Godenhansen; 1859trat S. in Ruhestand. Große Verdienste um dieKunst hat er sich namentlich durch die Gründungeiner neuen Malerschnle (Düsseldorfer Schule) er-worben, zu deren berühmtesten Schülern Lessing,Hübner, Hildebrandt, Ed. Bendemann, Karl Sohn,Alfr. Rcthel, Ad. Schrödter gehören. S. zog es alsKünstler wie als Mensch gleich stark zur Versenkungin die geheimnißvolle Tiefe oer christlichen Dogmen,!

Schaf.

sie zu einer ebenso lebendig wahren als ideal-geläu-terten Darstellung zu bringen, galt ihm als die ei-gentliche Aufgabe seines künstlerischen Berufes. Da-für aber reichte seine Kraft nicht aus u. darum sindseine Compositionen nicht ans einem Gusse, sondernErgebnisse der Reflexion. Wie in der idealen Ge-staltung, so strebte S. auch in der Technik nach rea-ler Wahrheit mittels vollständigster Durchbildung u.schadete so der Charakteristik u. Tiefe der Conceptiondurch eine gewisse Weichheit ».Glätte. Er schr.: Überden Einfluß des Christenth nms auf die Bildende Kunst,Dllsseld. 1842, n. Der moderne Vasari, Erinnerungans dem Künstlerleben (Novelle), Berl. 1854. Vgl.Hübner, S. n. seine Schule, Bonn 1869. Regnet.

Schadrinsk, Kreisstadt im russ. Gouv. Perm,am Jfet, hat mehrere Fabriken, bes. Talgsiedereienu. lebhaften Handelsverkehr; 7194 Ew.

Schaf, Oris, Gatt, aus der Wiederkäuerfam. derHohlhörner; Körper von mittlerer Größe, Hörnernach hinten u. seitlich spiralig gekrümmt, von vornnach hinten znsammengedrückt u. gleichmäßig querwellig gewnlstet; Stirn flach od. ansgehöhlt; Nasebehaart; Nasenrücken gebogen; Kinn ohne Bart;Hufe hinten zugcspitzt; Thränengruben n. Klauen-drllsen fehlen selten. S-e leben gesellig in Herden,in Gebirgsländern, steigen sogar bis zur Höhe desewigen Schnees. Ihre Nahrung besteht in dürfti-ger Kränterkost. Von Temperament sind es lebhafteThiere. Unter den Sinnesorganen sind Geruch undGehör scharf ausgebildet, daher die Jagd auf die-selben eine schwierige. Arten: 1)Wild-S.; Hörnerdes Männchens sehr stark u. schwer, halbkreisförmignach hinten gekrümmt; Schwanz kurz, n) MuflonS(Mufflons, Moufflons); Hörner vorn erhaben, aberohne Kante; hierher 0. innsirrwn §e/rrek»., Mufflon,hochbeinig u. langhalfig, Schwanz stummelarlig; Hör-ner abgerundet dreikantig, Schranbenwindnng wenigausgeprägt; röthlichbraun mit schwarzer Zeichnung;Corsica, Sardinien,südliches Spanien,bewohntfelsigeGegenden, häufig für die Stammart des Hausschafesgehalten.O.ViAnsrM^t/r.,dasKoh od.Sha,Tibet, 0.orisntalis S»r., armen. Mufflon, Armenien, Persien,n. 0. o^prins M. sind dem Mufflon nahe verwandt,b) Argalis; Ränder der Hörner gleichkantig nachvorn vorspringend; stark u. fleischig; kurzer Ziegen-schwanz. Hierher 0. ArZnIi nördl. vom Hi-malaja u. Sibirien; 0. AricalLk., Arkal der Turk-menen, östlich vom Kaspischen See; 0. nwntana,(Nto., Bighorn, NAmerika; 0. nairoor LockA., Ne-pal; hat keine Thränengruben, glatte Hörner u. län-geren Schwanz; 0. niviLola, ^seAscA., NOAsien.2) Zahme S-e. Das Hans-L>. 0. arlss L.; nichtmehr wild; Stammart unbekannt; zahlreiche Racen;Hörner stark gewunden, ihre Spitzen nach außen vor-tretend; Schwanz länger als bei den wilden Arten,mit 1822 Wirbeln; Körper wollig behaart. Unterden Racen gibt es auch hornlose u. solche mit 48Hörnern, dann fast schwanzlose u. lang- u. fettschwän-zige; ebenso verschieden ist die Wolle. Das alte S.männlichen Geschlechtes heißt S-bock (Widder, Bock,Stähr, Stör, Stier), das alte weibliche S. S-mntter(Zibbe, Schibbe); verschnitten das männliche S.Hammel od. Schöps; die Jungen Lämmer (Bock- u.Zibbenlämmcr), wenn sie nach 8 Wochen entwöhntsind Absetzlämmer, die von Michaelis des ersten Jah-res an Jährlings n. 1 Jahr alt Zeit-S-e od. Zeit-