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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
Entstehung
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Schädel.

dar. Alle drei Theile tragen gemeinschaftlich zurBildung des großen Hintcrhauptloches (ll'o-ramon oooipitals maZnum) bei, einer ovalen Öff-nung, durch welche das Rückenmark, als Fortsetzungdes verlängerten Marks nebst den Rllckenmarksar-tericn, in Len Nückenwirbelkanal tritt, der Beinervjeder Seite n. die Wirbelarterien aber in die S-höhle gelangen. Vorwärts ist der Hanpttheil desHinterhauptbeins durch die Lambdanaht mit denbeiden Scheitelbeinen verbunden; die Seitentheilelegen sich mittels einer eigenen Spitze (Spinn sugu-laris) an die Pyramide u. vorwärts an den Zitzen-thcil des Schläfebeins an u. helfen vorwärts dasDrosseladerloch bilden.

O) Das Keilbein (Os spirsnoiäoum, s. ounsi-kormo), in der Tiefe der S-höhle vorwärts, als einunpaariger Knochen zwischen Len übrigen S. gleich-sam wie eingekeilt, u. wie zur S-höhlenbildnng,auch zur Bildung der Augen- u. Nasenhöhlen, so-wie zur knöchernen Grundlage des Gesichtes bei-tragend ; geht in der Regel nur, nach völlig been-digtem Wachsthum, eine Verbindung durch wirk-liches Verwachsen mit dem Hinterhauptbeine ein;mit den übrigen ist es durch Nähte verbunden.Man unterscheidet: a.) den Mitteltheil oder Kör-per in der Bütte der S-basis; er zeigt sechs Flächen,von Lenen die obere am mannigfaltigsten gebildet,der Basis der Hirnschale zngewendet, den Türken-sattel (Solls, turoioa.) bildet, dessen Lehne (vorsusoxliippil) in zwei stumpfe Fortsätze (krooossus eli-noicioi posteriores) endigt. Nach vorn liegen zweikleinere Hügel (Indsrouls. ssllas turo.), die l?ro-«sssus olinoiäoi moüü, u. zwischen diesen u. denvorigen die Grube für die Schleimdrüse (ldossa proAlan einig, xltnitsrla); hinter der Sattellehne führteine abgedachte Fläche (Olivus Llumonliaolili) zurkars basllaris ossls ooelpitls; die beiden Seiten-flächen sind größtentheils mit den größeren Flügelnverwachsen; die untere Fläche trägt einen scharfenKamm, den Keilbeinstachel (Orlsts. sxlisnoi-elalls), welcher unten u. hinten mit dem Pflugschar-beine in Verbindung steht n. in der Mitte der vor-deren Fläche als Kcilbeinschnabel (Rostrnmrxlionoiäals) endigt, der wieder mit der senkrechtenPlatte des Siebbeins sich verbindet; zu beiden Sei-ten davon liegen die kleineren dreieckigen Keilbein-hörner (Oornns. splisnoläg.lig.); die Hintere Flächeist mit dem Hinterhauptbeine verwachsen. Inner-lich ist der Körper des Keilbeines hohl und durcheine meist senkrechte Scheidewand in zwei Keil-beinhöhlen (Linus splisnoläulos) getheilt, welchenach oben mit den Nasenhöhlen in Verbindung ste-hen. Der Seitentheile sind drei: d) Kleine Flü-gel od. schwertförmige Forts ätze (^leas par-vs.0 oder l?rooossus onsilormos), entspringen zubeiden Seiten des Körpers, vorn u. oben mit zweiWurzeln, zwischen denen daS S eh loch (ldoramonnntiouw), durch welches der Sehnerv u. die t).rts-rig.opli 1 Lalmieg.in dieAugenhöhle treten; jederFlü-gel legt sich mit seinem vorderen gezackten Rande(Kargo tronto-stlimoiäalis) an das Riechbein u.die in der Augenhöhle gelegenen Theile des Stirn-beines an. Zwischen dem kleinen u. großen Flügelliegt die obere Augenhöhlenspalte (Mssura orbita-lis supsrior), durch welche der sechste, dritte u. vierteGehirnnerv und der erste Ast des fünften in die

Augenhöhle, die Gehirnangenvene aber ans letztererzu dem Linus cavernosus tritt, o) Große Keil-beinflügel (LUas magnao), gehen von beidenSeiten des Körpers ans, schlagen sich nach ans- n.vorwärts in die Höhe, helfen die S- und Augen-höhle u. die Schläfegrnbe bilden, cl) Die Flü gel-fortsätze (Ganmenflügel, krooossus ptorz'goicloi),steigen aus den Seitentheilen des Körpers säst ge-rade hinter dem Gaumen- n. Oberkieferbeine ab-wärts gegen den Nachen.

bl) Die Schläfebeine (Ossa tomxorum), paa-rige Knochen, im mittleren Theile der Seitenwändedes Schädels u. in der mittleren Gegend der S-grnndfläche, so daß die Knochen beider Seiten obendurch die Scheitelbeine, unten durch das Keilbeinvon einander getrennt sind. In ihm befindet sichdas Gehörorgan; es ist verbunden mit dem Scheitel-beine durch bie Schnppcnnaht (Lutura sguamosa)mit dem Hinterhauptbein, mit dem Keilbein, mitdem Backenbein u. mit der unteren Kinnlade. Haupt-theile: a) der Schnppentheil (l?ars sguamosa)ist flach, aufrecht, unten dicker, nach oben immerdünner. Die äußere Fläche ist flach gewölbt u. be-deckt mit ihrem unteren Theile den Gehörgang vonoben. Bor demselben geht die Fläche in Len starkenJochbeinfortfatz über. An der unteren Fläche desSchuppentheiles befindet sich eine tiefe, längliche,querlanfende Gelenkgrube (ll'ovsa artioularis) fürden Gelenkkopf des Unterkiefers. Hinter der Gelenk-grnbe sieht mau zwischen ihr n. der vorderen Flächedes Felsentheiles eine schmale Spalte (lslssurs. ^la-ssri), welche sich bis zur Trommelhöhle erstreckt.Der Jochbeinfortsatz geht bogenförmig auswärts u.vorwärts ab u. verbindet sich mit dem Schläfefort-satz des Wangenbeines zum Jochbogen (H-rous 2x-KomatÜLus). b) DerWarzentheil (l?ars mastoi-äss.) hat seine Lage hinter dem Schuppentheile u.ist dicker als dieser. Auf seiner äußeren Fläche springtein starker, zitzenartiger Fortsatz (kroesssus mastoi-äsus) hervor, an welchem sich der Kopfnicker ansetztund der hinten mit demHintsrhanptbeine verwachsenist. Er enthält unter einer dünnen äußeren Ta-fel viele kleine Knochenzellen, welche nach vorn mitder Trommelhöhle in Verbindung stehen. Die in-nere Fläche bildet einen Theil der hintersten Grubesür das kleine Gehirn. Sie zeigt eine breite Rinne,die Lförmige Grube (l?ossa. siAmoickss.) für denqueren Gehirnblutbehälter, o) Der das innere Ge-hörorgan enthaltende Theil wird nach seiner HärteFelsentheil (?ars xstrosa, Felsenbein), nach seinerpyramidalenGeflaltPyramide genannt, liegtanderinneren Fläche des Schläfebeines mit der Spitze nachvorn n. innen. Seine untere Fläche trägt den nach in-nen müdem Jugularfortsatz des Hinterhauptbeinesverbundenen griffelförmigcn Fortsatz. Die HintereFläche der Pyramide bildet einen Theil der hinterstenSchädelgrube für das kleine Gehirn. Ans ihr ist dasinnere Gehörloch (lsoramsii aenstüouin) als Ausgangdes inneren Gehörganges (Llsatus nnältorlns inter-nus) zu bemerken, durch welches der Gehör- u. derGesichtsnerv eintreten. Mit der vorderen Fläche stößtdie Hintere in dem oberen, stumpfen u. glatten Winkelzusammen, an welchem das Gehirnzelt befestigt ist.Nahe an der Spitze der Pyramide befindet sich einein die Eustachische Röhre führende Öffnung. An deräußeren Fläche beginnt der Gehörgang.