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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Sayous -

Herzog Johann Georg von Sachsen-Weimar-Eise-nach, nach Anssterben dieses Stammes 1741 anBrandenburg-Ansbach kam, 1781 an Preußen und1803 an Nassau-Usingen überging. Die Linie ist1846 mit GrafGustav, Sohn des 1812 bei Moshaiskgebliebenen Grasen Karl, geb. 1811, im Mannes-stamm erloschen. 0) S.--Wittgenstein-Hohen-stein, gestiftet vom Grafen Ludwig dem Jüngern(st. 1634). Den Beinamen Hohenstein führt dieseLinie von den, den 1593 ansgestorbenen Grafen vonHohenstein zngehörenden Herrschaften H., Lohra n.Klettenberg, mit welchen des Stifters Sohn Johann1647 von Kur-Brandenburg belehnt und 1653 be-stätigt wurde; sie verkaufte dieses Lehn wieder anBrandenburg, hatte ebenfalls Theil au der wetterau-schen Curiatstimme u. wurde theilweise 1804 in denReichsfürstenstand und 1813 vom Großherzog vonHessen in den Fürstenstand erhoben n. erhielt wegender Grafschaft Wittgenstein 1824 eine Virilstimmeim ersten Stande der Provinzialstände des prenß.Westfalen, verkaufte aber 1829 ihre standesherrlichenRechte gegen eine Jahresreute von 5400 Thalern.Residenz: Wittgenstein. Chef der Linie ist Alexan-der, geb. 16. Ang. 1801, er ist seit 11 . November.1851 Senior des fürstlichen u. gräflichen Gesammt-hanses S.-Wittgenstein. Vergl. ^utüguitsboo 8 s/-NSN 8 S 8 a. lolr. kliil. äs RsillsubsrA anno 1644csllsctss, Aachen 1830; Winkel, Aus dem Leben desGrafenKas. zu S.-Wittgenstein, Franks. 1842. Lagai.»

Sayous, Pierre Andre, franz. Gelehrter undSchriftsteller, geb. zu Genf 9.Nov. 1808, ans einerRefugiefamilie, war erst Director des Genfer Gym-nasiums, 184648 Professor an der Facultät derLiteratur, wurde 1852 in Paris Beamter am Un-terrichts-u. Cultusministeriumu. 1859 Unterdirectorfür die nichtkatholischen Confessionen. Er starb 22 .Febr. 1870 zu Paris. Seine besten Werke sind:Ltuclos littsrsirso 8 nr Iss öcrivsüw Irsny. <Ig IsLskorination, Par. 1841; Hiob, cts 1s littsrsbrrrsIrsoy.sl'strsnAsr, 1853, u.Iw l^sslselss.l'strsn-Ksr, 1861. Ferner schr. er: lAnäss littsrsirss surOslvlu, Genf 1838; Llöinoirss st corrsspouäsacsdg Llallsb än kau, Par. 1851 rc. Volchert.

Sazawa , rechter, 212 km langer Nebenfluß derMoldau in Böhmen, entspringt an der mährischenGrenze bei Pelles n. mündet bei Davle.

8 b., chemisches Zeichen für Antimon (Stibinm).

Sbirren, sonst in Italien, bes. im Kirchenstaate,militärisch organisirte u. bewaffnete Polizcisoldaten.

8borso (Lsborso, Oioborso, ital.), Geldauslagc;davon Sborsiren, anslegen, bes.das Briefporto.

80 ., Abbreviatur 1) für seilisst (nämlich); 3)für oculpolt (hat gestochen), gewöhnlich auf Kupfer-stichen.

8 . 0 . , Abbreviatur 1) für Lonatuooonsnltui»; 3)für sus conto, auf seine Rechnung.

8 osbel>um (lat.), 1) ein niedriger Sessel, Fußsche-mel; 3) musikalisches Instrument, wurde mit Füßengetreten u. gab fortwährend denselben Ton von sich;diente bei den Alten auf den Theatern u. beim Got-tesdienst zum Taktschlagen.

8 oabws (lat.), die Krätze; scabiös, krätzig.

8osb7ni, so v. w. Schöppen.

8 osb!osa T,., Pflanzengattung aus der Fam. dervixssesss; der von den Vorblättern gebildete, sog.Außenkelch tief gefurcht, mit 8 ganzen oder halben

Scala.

Furchen, od. 8 rippig, mit einem glocken- oder rad-förmigen, trockenhäntigen, durchscheinenden Saumeendigend; der eigentliche Kelch schlüsselförmig, amRande in 5 od. 10 borstliche, rauhe od. kammartigbewimperte Zähne ausgehend, seltener gauzrandig;Untergattungen sind Lclsrosbsmma, 6 /rtostomms,^stsrocopüslus, Oslistsmma; Arten: 8 . columbs-rls T,., mit verzweigter Grnndachse, ästigem Sten-gel, länglichen, gekerbten, eiugeschniltenen od. leier-förmigen Blättern; röthlich lilafarbenen oder weiß-gelben Blüthen; Kelchborsten 34mal so lang alsder Saum des Außenkelches; 8 . inaribims. L., ein-jährig, mit dunkelrotheu , auch in mehren Nuancenvon Roth variircnden Blumen ans SEuropa stam-mend ; bes. häufig wird die Varietät stropurpurss(Sammtblume), mit schwarzpurpurrothcn Blüthenals Zierpflanze cultivirt. Engter.

8 esäenrs(Scadeuz, ital.), Verfallzeit; daher Sca -deuzbuch, Handlnugsbuch, worin dis Wechsel mitihrer Verfallzeit eingetragen werden.

Scafäti, Stadt in der ital. Prov. Salerno, amSaruo, Station der Südbahn, ansehnliche Textil-industrie u. Färberei; Krapp-, Baumwollen- u. Ge-müsebau; 7828 Ew. Hier 15. Ang. das berühmteFest der Madonna del Bagno.

Scaglioso, s. Montescaglioso.

8 oala (lat. Leiter), die Theilung bei physikalisch-mathematischen Instrumenten (Barometern, Ther-mometern, Alkoholometern rc.).

8osls (I'sabro äslls 8 .), s. Mailand.

Scala, hochgelegener Ort in der ital. Prov. Sa-lerno bei Amalfi, emst eine bedeutende Stadt, wo-von ausgedehnte Ruinen Zeugniß ablegen; ziemlicherhalten ist der Dom, in welchem eine Mitra, Weih-geschenkKarls v. Anjou, ausbewahrt wird; 1380 Ew.

Scala (della S., lat. 8 csIiAsri), eine bereits amEnde des 13. Jahrh. in Vicenza, Verona u. Man-tua sehr mächtige Familie, welche im Anfänge desfolgenden Jahrh. durch Cane Grande della S. auder Spitze der Ghibellinen herrschend wurde. Ihrenersten Wohlstand soll sie dem Ölhandel verdankt ha-ben. Bedeutenderen Namen erwarben sich 1) Ma-stino I., wurde 1259 Podesta von Verona, machtediese Stadt zum Asyl für die Ghibellinen gegen diedamals herrschenden Guelfen, unterdrückte 1262 alsCapitano einen Volksaufstand gegen sich mit bluti-ger Gewalt u. unterstützte Konradin von Schwabenin seinem Kampfe gegeuKarl von Anjou. Er wurde1279 ans Privatrache ermordet. 3) Alberto I.,Bruder des Vor., war erst Podesta von Mantua, be-hauptete nach seines Bruders Tode die Signoriavon Verona mit Glück u. starb 1301. Sein zweiterSohn 3) Albiou I., seit 1304 Podesta in Verona,erhielt 1310 vom KaiserHeinrichVIl.die Belehnungmit Verona u. anderen Städten u. den Titel eineskaiserlichen Vicarius in Verona u. st. iu demselbenJahre. 4)CaneI. Grande, geb. 1292, gründetesich im NO. der Lombardei eine Art Königreich durchglänzende Siege über Vicenza, Padua u. Cremona.Als er 1329 'in der Blüthe der Jahre zu Treviso,das er unmittelbar vorher eingenommen hatte, starb,herrschte er von Verona bis nach Feltre u. Ciudale.Mit Recht hat Dante, der eine Zeitlang an dem Hofedieses sicgreichenFürsteu lebte, denselben aufs.Höchstegepriesen. Sehr bald nach ihm gingdas HausS. durchThorheit u. Verblendung unter. Seine beidenNesssn