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Saulmordittttigm.
der Basis und des Schaftes nicht van derjenigen in'der jonischen Sänlcnordnnng ab. Höhe der Santenbis 20 Modul (Bas. 1, Cap. 2H) Verjüngung der!Säule ^ 0. v, Gebälks—ü Modul. Ganz verschie-jden dagegen von den vorhergehenden Stilen gestaltetsich das Capital, welches wegen seiner großen Zier -1lichkeit, seiner reichen Erscheinung und leichten Ver-!wendbarkeit allen folgenden Baustilen (auch demgothischen) als Vorbild gedient hat (s. Bank., Taf. V.).Der Conflict zwischen Kraft n. Last, welcher im dor.Capital durch den Echinns, im jonischen durch dieVoluten der Schnecke znm Ausdruck gelangt, wirdhier durch eine Anzahl schlanker, den Schaft in meh-reren Reihen umgebender Blätter veranschaulicht,deren Spitzen thcils leicht umgebogen sind, thcilssich stutzend unter die Ecken des quadratischen Aba-cus legen. Die Grundform des Capitäls bleibtkelchförnüg und gestattet demnach eine viel freiereVerwendung als das jonische. Der Compositions-gcdanke des korinthischen Capitäls ist indessen nichtneu, sondern findet sich schon in der ägyptischen Bau-kunst vertreten (s. Bank,, Tas. I. n. II,); nur sind dieBlattschemata, welche von den Griechen u. Römernspäter in höchster Vollendung in Marmor ansge-führt wurden, dort den Capitälcn aufgemalt. DieGriechen verwandten zurDecoration das einheimischeAcanthnsblatt (Bärenklau), natürlich stilisirt, mitscharfen, sägesörmigen Spitzen, und langgestreckten,parallelen Rippen versehen, ferner auch das Schilf-blatt. Unter die Ecken der profilirten, concav ge-schweiften Abacnsplatte legen sich stützend größereSchnörkel oder Voluten, während die Mitte dersel-ben durch eine reiche Blume (iUnImodts) verziertwird. Das Gebälk der griech. korinth. Werke weichtvom jonischen nicht ab n. besteht ans Sima, Geiso»u. Zahnschnitten (Bauwerke s. Bank., Tas. II.). DieRömer, welche die griech. S, als Erbthcil von denGriechen übernahmen, änderten an den Formen u.Verhältnissen derselben und gelangten schließlich zuganz conventioncllen Schematen. Sie waren zuwenig Künstler n. zu wenig in Las Wesen der hel-lenischen Tektonik eingedrnngen, um die S. frei zuverwenden u. organisch nmzngestalten, was bei ihrenviel großartigeren Ban-Ausgaben allerdings noth-wcndig war. Hatten die Griechen ihre Säulen nurmit geradem Gebälk überdeckt, was bei den verhält-mäßig geringen Spannweiten ihrer Räume nochausführbar war, so wurden die außerordentlichenDimensionen der Bauwerke in der römischen Kaiser-zeit Veranlassung, eine organische Vereinigung vonSäule u. Pfeiler mit dem Bogen n. Gewölbe (Ton-nengewölbe, Kreuzgewölbe, Kuppelgewölbe) zu er-streben. In Verbindung mit diesen derben, massi-gen Constructionstheilen konnten die feinen Glieder-ungen der griechischen S. nicht bestehen bleiben,wurden aber, wenigstens die dorische u. jonische S,,sehr zu ihrem Nachtheil umgemodelt; auch wurdenSäulen u. Pfeiler oft nur decorativ verwandt, ohnestructiveNothwendigkcit,zurEintheilungeinerWand-fläche oder nm den Eindruck größeren Reichthumshervor zu rufen, wie dieses z. B. an den Triumph'högen (Bank., Taf. VII.) u. vielen anderen Werkender Fall. — Mit Vorliebe wandten die Römer diekorinth. S. an; kommen alle 3S. an einem Gebäudevor, so wurden in richtiger Abstufung der Verhält-nisse unten dorische oder toskanische, darüber jonische
n. darüber korinth. S. benutzt. Die Hanptgesimsesind dann häufig noch mit der sogen. Attika versehen(s. d.). ck) Die röm. dorische oder toskanischeS., meist ohne Rhabdosis, besitzt eine 1 m hohe Ba-sis (oft nur Wulst n, Umerlagsplatte) n. ein Capitäl,welches dem etrnrischen nachgebilbet ist, aus einerqnadratischenDeckplatte mit Sanmglied, einem vier-telkreisförmigen Wulste, einer glatten oder mit Ro-setten besetzten Halsflächs u. einem Halsringe beste-hend, im Ganzen etwa 1 m hoch. Säule mit Capitäln. Basis 14 Modul, Postament unter der Säule 4jModill, Intoroaluminum bei Bogenstellnngen 9,ibis 12sj Modul, Architrav 1 Modul, Fries 36—45Partes, Hanptgesims 42 Partes, Ausladung bis 50Partes. Die Lriglyphen zwischen den Säulen oftganz sortgelassen, oft auch an Zahl bedeutend ver-mehrt. o) Die jon. S, wurde namentlich im Ca-pitäl sehr verstümmelt. Säule 18 m, Basis l, Cap.
1 Modul, Gebälk 4 Modul, Postament 6 Modul,Achsenweite bei Bogenstellnngen 15 Modul. I) Dieröm. korinihische S. dagegenerhiclt erst jetzt ihrereiche n. endgültige Ausbildung (s. Bank., Taf. VI.);das Capitäl zunächst wurde, wie auch in der griech.Kunst, mit reichem Blattschmuck versehen, in 3 über-einander gestellten Blattkränzen, aus deren oberstennach den Ecken des geschweiften Abacus hin 8 Vo-luten (Iloliüss) hervorwachsen, die Platte unter-stützend. 8 kleinere Schnörkel zweigen sich paarweisenach der Mitte des Capitäls hin ab u. tragen eineans der Mitte der Abacusfläche angebrachte Rosette,Palmette oder Lotosblume. Das Acanthuslaub istvoller, rundlicher u. derber behandelt als im griech.(das seine griech. Blatt würde zu den derben Glie-derungen u. bedeutenden Maßverhältnissen der röm.Gebäude nicht gepaßt haben). Höhe der L-änle 2»Modul, Cap. 2H—2 Z Modul, Basis 1 Modul, Posta-ment 7 Modul, Achsenweite bei Bogenstellnngen 12bis 16 Modul. Das Gebälk besteht ans einem reich tmit Perlstäben, Herzblättern u. sonstigen Ornamen- 'tcn verzierten Architrav von 1^ Modul Höhe, einemebenfalls reich mit Friesornamenten oder Figuren-zügen bedeckten Friese von 1^ Modul Höhe (biswei-len an den entarteten Monumenten der Spätzeit insehr unschöner Weise convex gebildet) n. dem etwa
2 Modul bis 2 Modul 10 Partes hohen n. eben soweit ausladendem Hanptgesimse. Letzteres ist bes.reich und zeigt als obersten Abschluß eine reich ver- !zierte Sima, darunter eine häufig mit kleinen Caii- -nelüren versehene Gcisonplatte, welche durch mach-tigeTragsteine(Consolen,Geisipodes) getragenwird,nach unten durch eine Blattwelle (Kymation, Eier-,stab) abgeschlossen. Bei den meisten röm. Gesimsen -kommen dann aber außer dem Consolenkranze nochdie griechischen Zahnschnitte vor mit Blattwelle dar- (unter (s. Bank., Taf. VI.). Die meistens nach dem -
jonischenVolutenschemagegliedertenConsolen,welche s
auch wol als Träger von Balconplatten od. in ver- jänderter Stellung zur Unterstützung von Fenster- 'Verdachungsgesimsen, Fenstersohlbäuken rc. benutzt -werden, sind unter Len Geisonplatten ganz regel-'
mäßig disponirt, quadratische Vertiefungen mit schwe-benden Blumen, Rosetten ec. zwischen sich lassend,g) Die Compositen-Ordnung unterscheidet sichvon der römisch-korinthischen nur durch ein reicheresCapitäl von sehr schlechter Wirkung (eine Vereinig-ung der jonischen und korinthischen Capitälsorm),