Saul — Saulc.
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ÄLasscrschnecken leben u. hier zu einem sogen. Keim-ischlauch answachsen, der später angefüllt ist mitgeschwänzten, frojchlarvcnartigen Wesen, den sogen.Cerkaricu. Diese wandern ans u. gelangen in an-dere Wasscrthiere (Frosch, Fisch), nin sich dort ein-znkapseln n. bleiben auf der Entwickelungsstufc stehen,nur daß der Schwanz verloren geht. Werden diseingekapselten Cerkarien mit de» Wohnthieren von«ineni Wirbclthicr, etwa Fisch oder Bogel gefressen,so entwickeln sie sich im Körper dieser zur ursprüng-lichen Form. Die S. bewohnen als solche meist disLeber derWarmblüther n. werden darnach alsLeber-cgel bezeichnet. Sie sind die Ursache der Lebcrfäule,welche oft den Tod des behafteten Thieres herbei-führt. Man theilt die S. ein in NsnoFsnsa van.Ls».; Entwickelung einfach; leben auf Fischen. Fam.Distomiäca v. Le»., zwcimundige S., 2 Sang-näpfe. Hierher vistomnna irspatioum ^lb., Leber-egel, s. d. Fam. Llonostomiäoa. v. Len., ein-mundige S., 1 Sangnapf. Llonostomnm tiarumLe/i., gelber Sangwurm; in Schwimmvögeln, ltl.isntioLm'ä., Linsen-Saugwnrm, in der Linsenkapseldes Menschen. Farwick.
Saul (hebr., d. i. der Erbetene), 1) Sohn desKis aus dem Stamme Benjamin, erster König überIsrael; seine Rcgiernngsdauer ist im Berichte (1.Sam. 13, 1) nicht mehr zu erkennen. Ans den inder späteren Königszcit in feindseliger Tendenz über-arbeiteten Berichten leuchtet noch fein Heldcnmnth,seine patriotische Entschlossenheit, seine großherzigeMilde, seine Frömmigkeit u. seine ideal religiöse Be-geisterung hervor. Er mit seinem Sohn Jonathanerhebt Israel aus der Schmach vor den Philistern,u. gewinnt die verlorenen Gebiete wieder; befreit dieStadt Jabcsch in Gilead von der durch die Ammo-niten ihr zugedachten Schmach; demllthigt die Moa-biten und Edomiten, erobert die Städte der Gibeo-nitcn, während die feindliche Geschichtschreibung dergroßenStämme dieseGroßthat dein Stamme Benja-min mißgönnt n. in eine unter Josua geschehene frei-willige Unterwerfung durch Bertrag verwandelt, wel-chen Vertrag S.verletzt habe. Er verbietet die aber-gläubischen Bräuche mit dem Blute ».führt die Pflichtdes Opferns ein, er vernichtet Zauberei u. Todtcnbe-fchwörung. Daß er selbst sich zuletzt dazu gewendet, istgehässige Erfindung, um ihm jenes Verdienst zu neh-men; im Kriege gegen Amalck widersetzt er sich demuralten Brauche, in gewissen Kämpfen Len Feind zubannen, d. h. keinen derselben am Leben zu lassen(s. auch Talmud Joma 22), weshalb er von Sa-muel, dem Anhänger der altreligiösen Sitte, be-kämpft wird; er wird vom prophetischen Geiste er-füllt, schon zu Anfang seiner Negierung; das ma-chen die Feinde zu einem bösen Gottesgeiste. Nachden großen Siegen tritt die Eifersucht der StämmeJuda und Ephraim ihm, dem Beujaminiten, entge-gen. David, im Bunde mit Samuel, tritt gegen ihnauf, steht dann im Bunde mit allen Feinden Israels,mit Moab, Ammon, den Philistern. S. erlitt durchdiese Hindernisse eine schwere Niederlage durch diePhilister aus dem Berge Gilboa, er tödtete sich selbst1055. Die Bewohner der von ihm einst gerettetenStadt Jabesch holten seine n. seiner Söhne vomFeind in Betsan aufgesteckten Leichen heimlich herabn. bestatteten sie inJabesch, von wo sie David späterholen n. im Erbbegräbnis) beisetzen ließ. Sein Sohn
i Jschboscheth od.Jschbaal hatte viele Kämpfe mitDa-vid, in welchen zuletzt, nachdem Abner seinen Herrnverrathcn und zu David übergcgangen war, derstamm Benjamin fast vernichtet wurde. ZweiSöhnen. 5 Enkel des S. gibt David der Rache der Gibeo-niten preis. Auch Jschboscheth wird von 2 Mördernaus der gibeonitischen Stadt Beroth gctödtet u. seinHaupt dem David gebracht. S. Geiger, Jlld. Zeit-schr. VII. 284 ff. u. dessen Nachgelassene SchriftenIV. S. 202 ff.; Gegenwart, Jahrgang 1867, Nr.28 und 29. Fürst.
Snnlctj, Louis FelicienJos. Caignart de,berühmter franz. Archäolog, geb. 19. März 1807 inLille, besuchte die Polytechnische Schule in Paris u.wurde daunArtillerielientenantanderAppIicalionS-schule in Metz, 1838 wurde er Professor der Mechanikan der Kriegsschule u. 1839 Conscrvator des Ar-tilleriemnseums in Paris. Die Akademie nahm ihn1842 unter ihre Mitglieder auf, nachdem er bereits1839 Correspondent des Instituts geworden. Wäh-rend er sich früher schon eingehend mit der Numis-matik beschäftigt hatte, warf er sich in Paris bes. aufdie Inschriftenkunde u. dann auf die hebräische undphönikische Archäologie, weshalb er 1850 eine Reisenach Palästina machte. Er wurde 1860 Senator.Er schr., überall ebenso hohe Begabung als tiefesStudium bekundend, n. a.: Lssai äs daom'üoatüonclss ouikes iiwnsiuirss Lz'rantinss (Preisschrist),Par. 1836; Lsdisroiiss sur i'seriturs ounäikorms^.sozrisnns, ebd. 1848; Lsdisrdios anuizb. mirI«8 insoriMono sunöikvrmss ein ovdsms Llsäigus,ebd. 1849 f.; VozmM autonr eis InMsr Llorts, ebd.1852—54, 2 Bde., n. A. 1858; Muciso eis 1a. nu-mismatügus zuäuägus, ebd. 1857; Llist. «ks i'arbjuäai'gus, 1858; Iw8 expsäitions äs äulso Oäsaräans Iss silauiss, cbend. 1860; Voxa^s sn lerrs-Laints, ebd. 1865; I-S8 äsrnisrs sours äs äsrusa-Ism, ebd. 1866; Liotoiro ä'läsroäs, roi äos änika,1867; Abhandlungen in den Llsmoiros der Akade-mie der Inschriften, dem äournal asiatigns, derLsvne ä'areirsdo^is, ^.tüiönsum kranyais re. Sagai.
Säule, 1) ein senkrecht stehendes Stück Bauholz,welches etwas trägt od. unterstützt, bes. in hölzerne»Wänden. 2) Jede senkrecht stehende, runde Stützehorizontaler oder gewölbter Bantheile, während dieeckigen Stützen Amen u. Pfeiler (s. d.) genannt wer-den. ik.) An der S. unterscheidet man im Allgemei-nen folgende Hanpttheile: a) Basis od. S-nfuß, veruntere Thcit, auf welchem die S. steht (fehlt in derdorischen S-nordnnng); d) S-»schaft oder Stylos;o) Capitäl oder Knauf, welcher den S-nschaft nachoben hin abfchließt n. die auf der S. ruhende Last(Bogen, Steinbalkcn rc.) aufzunehmen hat. Manunterscheidet ferner Halb-S-n, Dreivicrtel-S-n, Eck-S-n rc., je nach ihrer Form n. Verbindung mit demManerwerk. a) Die Basis besteht gewöhnlich ausmehreren, den S-uschaft nach unten hin abschließen-den, wnlstsörmigen Ringen n. einer oder mehrerenHohlkehlen, welche durch kleine Plättchen von ein-ander getrennt sind u. bisweilen noch eine quadratischeUnterlagsplaite (Plinthus) besitzen. In der romani-schen Baukunst ist dieser Plinthus in der Regel durchdie sogen. Eckblätter mit dem unteren Wulst der Ba-sis verknüpft, b) Der Schaft der S. ist in dergriechischen Baukunst stets cannelirt, d. h. mit vertucalen, stachbogigen, od. auch halbkreisförmigen Fur-
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