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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Saugfüßchcn

röhre besitzt an ihrem Anfänge einen Kehlkopf, mitKehldeckel versehen, als Stimmorgan. Hebung n.Senkung des Zwergselles bedingen das Ausstößenu. Einziehen der Luft. Das Herz besteht aus je zweivollständig getrennten Kammern und Vorkammern.Der ganze Circnlationsapparat zerfällt in einengroßen od. Körper- n. in einen kleinen od. Lungen-kreislauf. Dazu kommt das Pfortadersystem. DieS. sind getrennten Geschlechts. Die Geschlechtsor-gane haben analogen Bau wie beim Menschen, nurbei den Mouotremen ist eine Cloakenbildung vor-handen. Die harnabsonderndcnNieren liegen in derLendengegend. Die Harnleiter münden in die Harn-blase. Die Loslösung der Eier ist unabhängig vonder Begattung. Eine pcriodischcMenstrnation fehlt.Die Brunstzeit beginnt mit dem Eintritt der warmenJahreszeit. Bei kleineren S-n findet mehrmals imJahre eine Befruchtung statt. DieAuzahlderJnn-gcn schwankt von 120 und ist nur zum Theil vonder Körpergröße abhängig. Die Entwickelung imMntterleibc erfolgt entweder unter Bildung einesMutterkuchens (ktaoonta), wie bei den meisten S-n,od. ohne diese. Nach Form u. Structnr ist die Pla-centa wieder sehr verschieden. Lebensweise wie Auf-enthalt der S. sind, wenn auch von der Körperbild-nng im Allgemeinen, so doch bcs. von der Bildungder Gliedmaßen abhängig. Es gibt kletternde, gra-bende, fliegende u. schwimmende S. Meist Tages-thiere, die znrNachtzcit ruhen. Während der kälte-ren Jahreszeit fallen die Fledermäuse, einige Naub-lhicrc, Jnscctensresser und Nager in einen Winter-schlaf. Die monogamisch lebenden schaaren sich zurZeit der Brunst zusammen, die in Polygamie leben-den sind stets gesellig. Die Männchen haben vor denWeibchen äußere Abzeichen, als Hörner, Mähne u.dgl. m. Der Wandcrnngstricb ist nur bei wenigenArten der Polargegend ausgebildet. Der Kunsttrieb,im Allgemeinen wenig entwickelt, zeigt sich im Banvon Erdröhren, Nestern und Wohnungen. LebendeS. kennt man an 2300 Arten, fossile 800. Die äl-teren Erdformationen weisen überwiegend Pflanzen-fresser auf; inderJetztzeir ist dieZahl derPflanzen-nnd Fleischfresser annähernd eine gleiche. Ans derganzen Erde werden S. angetroffen, jedoch nimmtdie Zahl der Gattungen n. Arten nach den Polen zuab. Nur wenigeWcltbürger, Kosmopoliten, so vor-nehmlich Sce-S., sind zu verzeichnen. Australien u.Madagaskar haben eine ganz eigenartige Fauna.Australien beherbergt mit Ausnahme von den Oi-äelpbis-Arten die Jmplacentalen. Halbaffen findensich fast nur ans Madagaskar. Die fossilen Formentreten vorzüglich von derTertiärpcriode an auf. Dieältesten S. sind Bcutelthiere. Eintheiluug. Linneunterschied nach derBeklcidnngderZehen drei Grup-pen: NnAuioutata, IInAutata, und Nation. Dieerstere umfaßt die 4 Ordn.: Homo, Lrnta, §oras u.Mres, die zweite die 2 Ordn.: t?soora n. Lsllnas,die dritte nur die Ordn. 6sto. Die weitere Einthcil-uug derbeiden erstenGruppen geschah nach dem Gebiß.Durch die eingehendere Kenntniß der Entwicklungs-geschichte ».Berücksichtigung der Fossilen hat sich dieEintheiluug in solgender erweiterter Weise gestaltet:L.) Oruittioäolptria. Ne Nl., Imxtaosntatia Owen;keine Placenta; ausgeprägte KloakenbilLung. 1.Ordnung Uonotrsrnata, Oeo/jr., Schnabelthiere.lt) Niäslpdia Ns Ni., Impl. Owen,' keine Pla-

- Saugwürmcr.

centa; Weiterentwicklung der unreif geborenen Inn-gen in der von den Beutelknochen gestützten Brut-tasche; Scheide mit 2 Gängen. 2. Ordng. Nrrrsuxi-alia Nir'A., Bentelthiere. 0) Nonoclolpbia Ne Ni.,klaosntatig. Owen, Placenta vorhanden; Brnttascheu. Bentelknochen fehlen; Scheide nie vollkommendoppelt. I. Inäsoiäuata, Nivi., Zottcnknchler; Pla-centa mehr oder weniger gehäufte Zotten, welchezerstreut auf der Eioberfläche liegen u. mit dem Ute-rus nur locker verbunden sind, so daß sie sich bei derGeburt leicht von demselben trennen, a) OnKmieu-lata, Krallenthiere. 3. Ordng. Lruta, N., Zahnlose.b)OnAnIaba,Hnfthiere. 4. Ordng. Natantia NirA.,Walthiere. 5. Ordng. t?ori 880 ilaotzla Owen, Un-paarzeher. 6. Ordng. ä.rtioctaetzcka Owe», Paar-zeher. II. Nooiäuaba Niri., Placenta des Fötusmit der mütterlichen so innig verwachsen, daß bei derGeburt ein Theil der letzteren sich ablöst, a) IInZn-lata, Hufthiere; Zehen mit Hufen; Placenta gürtel-förmig. 7. Ordng. ?rot>osoicisa NirA., Rllsselthiere.8. Ordng. I-amnun§ia NirA., Scheiuhnfer. b) Un-xuioutatg,, Krallenthiere. a,a)2ouoxtaosntaIia,Gür-telknchler. 9.Ordng. kinnixeäia NirA., Flossenfüßer.10. Ordng. Oarnivora, Orw., Ranbthiere. bb) vis-oopiaooubaUa, Scheibenknchler; Placenta scheiben-förmig. 11. Ordng. t?rosimii Niet/., Halbaffen.12. Ordng. Roäsntia pst N., Nager. 13. Ordng.Insootivor-r Oriv., Jnsectenfresser. 14. Ordng. 6Iü-roxtsra Ni»m., Handflatterer. 15. Ordng. ?ri-matss N., Vordcrhänder. Literatur. Jlliger, I.C. W., kroäromus a^sbsmabis Nammalium stavium oto., Borotini 1811; Owen, R-, ^.rtiolgNammalia, in Todds (Z'stoxaoäia. Vst. 3. 1841;On ttrs etraraotors, prinoiplss ok äivioion anck pri-mär^ Aroups ok tirs otass Nammalia in ckourn.t?rooosck. Oinn. 8oo. Vol. 2. 1858; Hnxley, I,so-turos ste.; Giebel, Die S., Leipz. 1855; Cuvier,Fr., Oos ctontg cks8Nammiksrs8 sto., Paris 1825;Blainoille, 08tsoArap1ris, ebd. 183951; Wagner,A., Die geogr. Verbreitung der S., Münch. 1851;Aus d.Abhandl. d.Münchener Akad., Bd.4. Farwick.

Saugflistchcn, s. Stachelhäuter.

Sauglampe, s. Lampe I. L.

Snuguäpfe, bei den Kopffüßern, s. u. Kopf-füßer. Bei Len Bandwürmern liegen die S. alsgrubige Aushöhlungen am sogen. Kopf, während siebei den Sangwürmern eine meist banchständige Lagehaben. Auch hier wirken sie als Haftapparate.

Saugor, s. Sagar.

Säugpumpe, s. Pumpe.

Saugues, Gem. im Arr. Le Puy des franz. Dep.Haute-Loire, an der Senge; Ruinen alter Mauernn. Schlösser; Fabrikation von Spitzen, groben Zeu-gen n. Käse, Mineralquellen; 1849 Ew. (Gem. 3982).

Saugwarzen (liarwtoria), schwammige Höcker-chen der Wurzeln von Schmarotzerpflanzen od. war-zenförmige Ausstülpungen an dem Mycelium para-sitischer Pilze.

Saugwnrmcr, Msmatocka Nnck., Abtheilmizder Würmer ans der Klasse der Plattwürmer vonzungen- od. blattartiger Gestalt ohne Gliederung,mit Mund, Darm u. Nerven. Darm meist gabeliggethcilt n. blindendigend. Zwittercntwickeluug ent-weder einfach oder durch Generationswechsel ausge-zeichnet. Im letzteren Falle entwickeln sich aus denEiern meist bewimperte Junge, welche gewöhnlich in